Erstellt am 29. Dezember 2015, 08:59

von Fritz Hauke

Moralisch und sportlich richtig. Fritz Hauke über den Wechsel von Mario Ebenhofer zum SC Wiener Neustadt.

Für Verletzungen gibt es keine guten Zeitpunkte. Es gibt nur schlechte und noch schlechtere. Beispiel gefällig? Kurz bevor beim SC Wiener Neustadt im Sommer durch den Abstieg kein Stein mehr auf dem anderen blieb, verletzte sich ein gewisser Mario Ebenhofer schwer. Ebenhofer stand zu diesem Zeitpunkt nicht im Neustädter Kader – er war ausgeliehen zu St. Pölten. Seiner Rückkehr samt tragender Rolle in der Ersten Liga stand eigentlich nichts mehr im Weg. Eigentlich…

Die Verletzung stoppte Ebenhofer, warf ihn zurück – kein Vertrag für den 23-Jährigen. Ein halbes Jahr und eine erfolgreiche Reha später ist er wieder zurück im Profi-Geschäft. Wo? Richtig, beim SC Wiener Neustadt.

Der Verein zeigt dadurch, dass auch im harten Fußballergeschäft Transfers und Entscheidungen mit Herz getroffen werden. Die haben ja beim SC fast schon Tradition – siehe Andreas Schicker. Allerdings ist die Verpflichtung von Ebenhofer (ebenso wie jene damals von Andreas Schicker) nicht nur moralisch hochwertig. Ebenhofer kann dem SC Wiener Neustadt auch sportlich weiterhelfen. Das hat er im Herbst 2014 in der Bundesliga bewiesen, dem Burschen sei vergönnt, es jetzt wieder zu zeigen.