Erstellt am 16. Februar 2016, 04:29

von Fritz Hauke

Musters Thron wackelt weiter. Fritz Hauke über Tennis-Star Dominic Thiem.

Nadal auf Sand geschlagen, Titel Nummer vier auf der Visitenkarte – es war die Woche des Dominic Thiem. Der Lichtenwörther hat einmal mehr gezeigt, dass er in die Weltspitze des Tennis gehört. Und auch dort bleiben wird. Es ist eine Frage der Zeit, bis Thiem in Melbourne, Paris, Wimbledon und/oder New York den Siegerpokal in den Himmel stemmt. Auch ein einstelliger Platz in der Weltrangliste wird sich ausgehen.

Es liegt in der Natur des Sportfans, aktuelle Helden mit den Ikonen vergangener Tage zu vergleichen. Hirscher und Maier etwa – und so muss sich Thiem auch den Vergleich mit der ehemaligen österreichischen Nummer eins der Welt, Thomas Muster, gefallen lassen.

Natürlich ein Kompliment. Allerdings hat der große Thron von Muster bereits zu Wackeln begonnen. Thiem ist drauf und dran, aus dem riesigen Schatten des Tennis-Königs zu treten. Das Zeug dazu hat er – auch, wenn der Weg noch weit ist.

Thiem muss die Form, die er gegen Nadal und Co. bringt, über viele Monate und Jahre konservieren. Dann fällt nicht nur der Thron Musters – sondern dann werden auch zukünftige Tennis-Talente nicht mehr mit Muster sondern mit dem jungen Mann aus Lichtenwörth verglichen werden.