Erstellt am 05. Januar 2016, 04:58

von Fritz Hauke

Personalie mit Bedeutung. Fritz Hauke über die Nachbesetzung von Wiener Neustadts Mario Posch.

Die Zunft der Co-Trainer „genießt“ noch immer traurigerweise den Ruf als „Hütchen-Aufsteller“. Davon war Mario Posch bei Wiener Neustadt aber circa so weit entfernt wie der SC wirtschaftlich von Bayern München.

Posch prägte mit seiner Philosophie das Spiel der Wiener Neustädter. Schon unter Helgi Kolvidsson in der Vorsaison verschaffte er der Mannschaft mit den meisten Gegentoren der Liga im Saison-Finish eine gesicherte Defensive. In der aktuellen Spielzeit machte er gemeinsam mit Sportchef Günter Kreissl dort weiter, wo er aufgehört hatte – zusammen sorgten der Ex-Verteidiger und der Ex-Tormann dafür, dass ihre Schützlinge hinten dichtmachten. Nur drei Mannschaften kassierten weniger Gegentore – ein Top-Wert für den SC.

Die Personalie „Posch“ und seine Nachfolge haben für Wiener Neustadt große Bedeutung. Günter Kreissl braucht einen Assistenz-Trainer, auf den er sich zu hundert Prozent verlassen kann – einen Fachmann, einen Experten. Einen wie Posch.

Wiener Neustadt und Kreissl haben bei ihrer Personalpolitik über weite Strecken eine gute Hand – Ausnahmen bestätigen die Regel. Für den sportlichen Erfolg und die Weiterentwicklung der Mannschaft ist es wichtig, hier wieder einen „Goldgriff“ zu landen. Keinen Hütchen-Aufsteller eben…