Erstellt am 25. April 2017, 04:42

von Mathias Schranz

Projekt hat Chance verdient. Mathias Schranz über den Marienmarkt.

Ein bisschen erinnert es an die Diskussionen rund um den „Steg“. Wobei: Der Marienmarkt am Wiener Neustädter Hauptplatz bleibt (hoffentlich) länger.

Über nichts anderes wurde in den letzten Wochen heftiger diskutiert – das Projekt polarisiert. Schon über das Aussehen gehen die Meinungen auseinander: Von „Bunker“ und „Reihenhäuser“ am Hauptplatz bis hin zu „sehr schön“ und „endlich ein einheitliches Bild“ ist alles zu hören. Auch über die wirtschaftliche Zugkraft des Projekts gibt es unterschiedliche Meinungen: Die Rede ist von mehr Frequenz und dadurch mehr Geschäft in der Innenstadt bis hin zu der Meinung, dass die Stände eine (zu) harte Konkurrenz für bereits etablierte Unternehmen werden könnten.

Ob der Marienmarkt funktioniert und den Branchenmix passt, wird man freilich erst in einigen Monaten feststellen können. Bis dahin hat sich das Projekt eine Chance verdient, immerhin hat es mit seinen 2,2 Millionen Euro auch genügend gekostet. Zu viel Geld für die Stadt, um den Marienmarkt vorher schon tot zu reden.