Erstellt am 15. März 2016, 06:09

von Fritz Hauke

Rechnung für Versäumnisse. Fritz Hauke über die Wiener Neustädter Trainingsbedingungen.

Tschüss, Steinbrunn! Für die SC-Belegschaft heißt es Abschiednehmen von der zweiten Heimat im Burgenland. Als Trainingsstätte, die alle Stückerl spielt, sind die Wiener Neustädter Profis dort in den letzten Jahren ihrer Arbeit nachgegangen. Damit ist jetzt Schluss. Im Sommer zieht die Wiener Austria in Steinbrunn ein – diese Stadt ist zu klein für uns beide…

Der Trainingsplatz im Wiener Neustädter Stadion ist für eine Profi-Mannschaft alles nur nicht optimal. Auch die restlichen Rahmenbedingugen lassen zu wünschen übrig. Weit weg von den Möglichkeiten, die die Liga-Konkurrenten in Innsbruck, St. Pölten und Co. vorfinden.

Die missliche Lage ist eine Rechnung für die Versäumnisse der Vergangenheit. Profi-Fußball in Wiener Neustadt gibt es seit 2008 – also nicht erst seit gestern. Puncto Trainingsbedingungen auf gehobenem Niveau hätten Verein und Politik schon längst aktiv werden können, ja fast schon müssen. Dass die Ehe zwischen SC und Steinbrunn nicht ewig währt, war irgendwie auch absehbar.

Die Errichtung eines Kunstrasens in Wiener Neustadt ist schon längst überfällig. Wie es geht, hat Eggendorf vorgezeigt. Der Verein in der 2. Landesliga hat nach aktuellem Stand bessere Trainingsbedingungen als der SC Wiener Neustadt in der Ersten Liga.