Erstellt am 09. Februar 2016, 08:01

von Fritz Hauke

Sinnbild für den Status quo. Fritz Hauke über die Komplikationen bei Futsal-Klub Fortuna Wiener Neustadt.

Keine Heimat. Fortuna Wiener Neustadt muss beim wichtigsten Spiel der – zugegeben jungen – Vereinsgeschichte in den Nachbarbezirk ausweichen. Für den Futsal-Bundesligaklub war in der eigenen Stadt kein Platz für die Relegationsspiele.

Den Finger zu heben und zu sagen, „Die gemeine Stadt, der böse Stadtrat“ wäre erstens zu einfach und zweitens falsch. Knapp zwei Wochen vor Anpfiff hat die Fortuna das Heimrecht zugelost bekommen – logisch, dass Mitte Februar alle Hallen quasi rund um die Uhr ausgebucht sind. Die Probleme von Futsal-Bundesligist Fortuna Wiener Neustadt sind aber dennoch ein Sinnbild für den Status quo. Die Hallensituation in Wiener Neustadt ist traditionell ein ganz schwieriges Kapitel. Kaum Spielraum für neue Vereine, hier einen Fuß in die Tür zu bekommen. Und auch die eingesessenen Vereine haben mit Sicherheit Verbesserungswünsche, die einfach nicht erfüllt werden können.

Neue Hallen braucht die Stadt. Und da trifft der neue SC Wiener Neustadt-Präsident Hans Reinisch auf offene Ohren, der die Stadion-Frage gerne mit einer multifunktionalen Arena beantworten möchte. Dass das der Fortuna jetzt, hier und heute und vor allem am kommenden Sonntag nicht hilft, ist klar. Aber in dieser Causa muss zeitnah etwas passieren.