Erstellt am 21. März 2017, 02:59

von Fritz Hauke

Geblendet vom goldenen Herbst. Fritz Hauke über die Perspektive beim SC Wiener Neustadt.

Niederlagen gegen alle direkten Konkurrenten und noch dazu nie ein Tor geschossen – Wiener Neustadt steht nach dem Negativlauf der letzten Wochen leider zurecht auf einem Abstiegsplatz. Das, was da geboten wurde, war eindeutig zu wenig für die Erste Liga. Logisch, dass da öffentlich die Trainerfrage gestellt wird. Das gehört zum Geschäft. Allerdings muss dem Vorstand bewusst sein, dass auch ein anderer Trainer keine magischen Fähigkeiten besitzt und somit keine Tore wie reife Äpfel in der Giltschwertgasse fallen.

Wiener Neustadt war im Winter geblendet vom Glanz der Hinrunde – doch hat dabei vergessen, dass da viele Schnittpartien dabei waren, bei der alles gepasst hat. Die Ansprüche wuchsen dieser Mannschaft über den Kopf, durch die öffentliche Zielkommunikation „Aufstieg 2018“ wurde der SC Wiener Neustadt wohl heißer gehandelt, als er je wirklich war. So ehrlich muss man sein: Der SC Wiener Neustadt ist eine durchschnittliche Erste Liga-Mannschaft. An guten Tagen in der oberen Hälfte, an schlechten Tagen in der unteren. Nicht mehr, nicht weniger. Die Zukunftsmusik hat viele im und um den Verein für das dumpfe Gepolter des Abstiegsgespensts taub gemacht. Spätestens jetzt müssen die Scheuklappen herunten sein.