Erstellt am 10. November 2015, 09:17

von Fritz Hauke

Sportlich auf Schiene. Fritz Hauke über Wiener Neustadts „Doppelbelastung“.

Sieben Spiele, eine Niederlage. Kann sich sehen lassen. Wiener Neustadts Statistik der letzten Wochen zeigt: Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Sportlich läuft beim „Stern des Südens“ von Niederösterreich alles auf Schiene. Kann die aktuelle Form gehalten werden, wird der Klassenerhalt kein Problem werden.

Was aber dazu kommt: Neben den sportlichen Anforderungen an den SC Wiener Neustadt wiegt die „Doppelbelastung“, die alle Vereine zu tragen haben, schwer auf den Schultern der Verantwortlichen. Auch wenn Wiener Neustadt vernünftig wirtschaftet, die Hausaufgaben erledigt – die Suche nach potenten Sponsoren ist eine schwierige. Und auf „Harakiri“, wie bei Austria Salzburg mit der Einstellung „Gehen wir in die Saison, irgendwie wird‘s schon gehen“, hat beim SCWN zum Glück keiner Lust. Das wäre nämlich der Anfang vom endgültigen Ende.

Dass die Politik ihre Zusagen bekräftigt, ist essenziell – jetzt muss die Wirtschaft mitziehen. Ohne die Unterstützung der lokalen Unternehmen geht es nicht. Der Polster aus den golden Stronach-Tagen wird immer kleiner, in der kommenden Saison ist er voraussichtlich ganz weg. Will die Region weiter Profi-Fußball vor der Haustüre haben, muss dazu jetzt mehr denn je ein Bekenntnis kommen.