Erstellt am 31. Mai 2016, 04:44

von Mathias Schranz

Wies’n passt ins Stadtbild. Mathias Schranz über die Wies’n.

Nein, man muss kein Fan von Bierzelt-Atmosphäre und Volksmusik sein. Und ja, die erste Wiener Neustädter Frühlingswies’n hat bei der Premiere auch ein paar kleine Wehwehchen. So dürfte es beispielsweise Rätselraten bei so manchem Besucher über die tatsächlichen Beginnzeiten der Konzerte gegeben haben, andere wünschen sich mehr Regionalität bei der Kulinarik, andere neben Bier zumindest ein einfaches Cola.

Trotzdem: Im Großen und Ganzen ist die Premiere auf der Frühlingswies’n gelungen, dem Großteil der Leute gefällt‘s – manche werden sogar nostalgisch und fühlen sich an das alte Ausstellungsgelände zurückerinnert.

Und die Befürchtung mancher, dass die Stadt deswegen zu einer „Saufstadt“ verkomme, stimmt nicht. Da braucht man nur auf das Stadttheater-Programm der Vorwoche schauen: Mit dem Erzählkunstfestival „fabelhaft“, „Stermann & Grissemann“ sowie Viktor Gernot gab‘s zeitgleich zur Maß und Blasmusik auch Kulturelles. Deswegen kann es im nächsten Jahr auch gerne „Zweite Frühlingswies’n“ heißen.