Erstellt am 10. Februar 2016, 05:43

von Anna Hlawatsch, Victoria Schmidt und Carina Pürer

Landesausstellung bringt Profit für alle. Freude über den Zuschlag hält weiter an - die NÖN fragte bei Gastronomie und Tourismus nach.

VP-Bgm. Klaus Schneeberger und Stadtrat Franz Piribauer präsentieren die Tafeln, die an den Stadteinfahrten aufgestellte wurden.  |  NOEN, NÖN

Die Freude über die Landesausstellung ist weiter groß. „Die Landesausstellung findet im Herzen der Stadt, unserer Innenstadt, statt. Sie wird aktiv in das Landesausstellungsprogramm eingebunden und bedeutet einen weiteren Meilenstein für eine Trendwende in der Innenstadt“, sagt etwa Alexandra Potzmann vom Stadtmarketing, „davon werden die Unternehmer stark profitieren.“ Genaue Maßnahmen werden ab Mai im Rahmen einer Denkwerkstatt ausgearbeitet: „Wir laden alle herzlich ein, sich aktiv mit Ideen einzubringen.“

Gastronom Herbert Willfurth sieht die Bedeutung für die ganze Stadt: „Das ist eine Riesenchance für ganz Wiener Neustadt, nicht nur für die Gastronomie. Ich freue mich sehr, dass so etwas zu uns kommt.“

Nicht nur die Stadt, sondern auch die Regionen sollen 2019 maßgeblich eingebunden werden – wie berichtet soll es eine Kulturachse Richtung Reichenau, eine Kulinarikachse in die Bucklige Welt sowie eine Naturachse ins Schneebergland geben.

„Pakete müssen geschnürt werden“

Schneebergland-Obmann Josef Laferl freut‘s: „Es wurde ja deutlich signalisiert, dass es eine Zusammenarbeit von Stadt und Land werden wird, und wir im Schneebergland sich sicherlich bereit, da mitzuarbeiten.“ Genaueres werde man besprechen müssen, „aber ich hoffe und denke schon, dass da auch das Schneebergland profitieren kann und wird.“

Von der Kulinarikachse in die Bucklige Welt sollen vor allem die Wirte profitieren – Andreas Ottner vom Krumbacherhof sieht‘s aber ein wenig skeptisch: „Nur der Überbegriff Kulinarik alleine wird nicht ausreichen – denn es stellt sich die Frage, wer nach dem Besuch einer Ausstellung noch 35 Kilometer fahren will“, gibt er zu denken. Zwar brauche man sich kulinarisch keinesfalls zu verstecken, allerdings müsse gemeinsam mit der Stadt ein entsprechendes Paket geschnürt werden: „Wenn es beispielsweise ein Paket mit Verpflegung gibt, zu Mittag einen lockeren Lunch und am Nachmittag Ausstellungen, dann kann man sicher auch als ,normaler‘ Wirt von der Landesausstellung profitieren.“

Ähnlich sieht‘s auch Walter Kois, Geschäftsführer der Therme Linsberg Asia: „Es wird stark vom Programm abhängen. Aber ich denke, dass Übernachtungen sicher ein Thema sein werden und dass –mit passenden Paketen – auch die Hotellerie stark profitieren kann.“

Umfrage-Ergebnis

Die NÖN fragte in der Vorwoche auch bei den NÖN.at-Usern nach, ob die Landesausstellung 2019 Wiener Neustadt beleben wird – das Ergebnis: 57 Prozent der Teilnehmer an der online-Umfrage sagen ja, 43 Prozent glauben nicht daran.