Erstellt am 22. März 2016, 06:14

von Kristina Veraszto

Lichtenwörth: Drama um Ferdinand Winkler. Der Tod des über die Gemeindegrenzen hinweg bekannten Kommunalpolitikers Ferdinand Winkler versetzt den Ort in Trauer.

Ferdinand Winkler verstarb am 15. März mit 62 Jahren. Das Begräbnis findet am 24. März, um 14 Uhr, in Lichtenwörth statt.  |  NOEN, Foto: privat
„Ferdinand war selbstlos, bodenständig und stets bescheiden“, beschreibt Andrea Winkler ihren Ehemann. Der in Lichtenwörth geborene Landwirt hat sein ganzes Leben seiner Familie und dem Wohl seiner Heimatgemeinde gewidmet. Umso schockierender ist es, dass er vergangenen Dienstag unerwartet verstorben ist.

Als Winkler während der Jagd von einem Hochstand abstieg, spürte er einen starken Druck im Kopf. Der Landwirt vermutete, sich das Genick gezerrt zu haben. Zu Hause angekommen klagte er über entsetzliche Kopfschmerzen und verlor das Bewusstsein. Trotz Notoperation im Krankenhaus konnte dem 62-Jährigen nicht mehr geholfen werden, er verstarb an einer Gehirnblutung. Gerade die Wildschweinjagd war seine große Leidenschaft, die ihm sein Schwiegervater näherbrachte.
In seiner Freizeit unternahm Ferdinand Winkler mit seiner Gattin Andrea auch sehr gerne Städte-Reisen. Am 23. August hätte das Ehepaar seinen 25. Hochzeitstag gefeiert.

Auch im Ortsgeschehen war der 62-Jährige engagiert. Über 40 Jahre hat Ferdinand Winkler beim traditionellen Faschingsumzug mit Leib und Seele mitgewirkt, war selbst Mitglied des Burschenklubs und stellvertretertretender Obmann. 1970 führte er als „Prinz Karneval“ den Umzug an.
In der Feuerwehr Lichtenwörth war er über 20 Jahre Vorstandsmitglied, wurde für seine Verdienste zum Ehrenbrandmeister ernannt und erhielt das Verdienstzeichen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Eigentlich erlernte der Landwirtssohn zuerst das Bäckerhandwerk. Da die Familie bei ihm im Vordergrund stand, fasste er dann doch im elterlichen Betrieb Fuß und übernahm diesen. Nach seiner Pensionierung, vor zwei Jahren, übergab er den landwirtschaftlichen Betrieb seinem Sohn Dominik. Diesem hat er aber immer freigestellt, den Betrieb weiterzuführen oder doch einen anderen Weg einzuschlagen. „Er hat mich dazu animiert, studieren zu gehen“, erzählt Dominik.

Seine politische Laufbahn begann Winkler 1985 im Gemeinderat für die ÖVP. 15 Jahre war er für die Gemeinde tätig, davon 10 Jahre als geschäftsführender Mandatar. Von 1988 bis 1999 führte er als Obmann den Ortsbauernrat. Aber auch die Funktion des Ortsparteiobmanns der ÖVP hatte er 17 Jahre lang inne und wurde anschließend zum Ehrenobmann ernannt. 1994 würdigte die Raiffeisenregionalbank Wiener Neustadt den damals 40-Jährigen mit der Funktion eines ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedes.

Das Begräbnis findet am 24. März, um 14 Uhr, am Ortsfriedhof statt.