Erstellt am 24. Februar 2016, 05:44

von Kristina Veraszto

Lichtenwörth: Kakerlaken bleiben. Gemeinde kämpft gegen das Schabenproblem in den Kanälen. An eine restlose Ausrottung der Kakerlaken glaubt keiner.

Erneut wird gegen das Schabenproblem angekämpft.  |  NOEN, Shutterstock

In der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag wird wieder über die Schaben-Bekämpfung im Schmutzwasser- und Regenwasserkanal abgestimmt. Schon seit vielen Jahren kämpft der Ort mit dem Kakerlaken-Befall, bislang aber ohne Erfolg.

Ein Grund dafür ist für SPÖ-Bürgermeister Harald Richter eine fehlende Zusammenarbeit aller betroffenen Parteien, der Gemeinde, der Landwirtschaft sowie der Hausbesitzer. Von dem Gedanken, den Schaben endgültig den Garaus zu machen, hat sich der Ortschef ohnehin verabschiedet.

"Wir können sie nur eindämmen“

„Restlos wegbringen wird man sie nicht mehr. Wir können sie nur eindämmen“, so Richter. ÖVP-Ortsparteiobmann und Gemeinderat Norbert Koch hat die Hoffnung ebenfalls aufgegeben. „Dass man Lichtenwörth in den nächsten Jahren als eine kakerlakenfreie Gemeinde bezeichnen kann, bezweifle ich“, so Koch. Auch er sieht es als Problem, dass nicht gemeinsam gegen die Tiere gekämpft wird. Seiner Ansicht nach wäre es besser, wenn die Gemeinde zur selben Zeit wie Gewerbetreibende und Landwirte agiert.

Der Kostenpunkt für die Bekämpfung beläuft sich für alle drei Durchgänge im öffentlichen Bereich auf rund 5.600 Euro. Starten wird die Gemeinde im März oder April.