Wiener Neustadt

Erstellt am 03. April 2017, 13:43

von NÖN Leserreporter

MilRGler stranden auf dem Mond – werden sie überleben?. Die als gruppendynamisch bekannte Übung „NASA-Bruchlandung“ wurde am 30. März 2017 im Rahmen der vormilitärischen Übung für die Militärgymnasiasten der 7. Klassen zum sozialwissenschaftlichen Experiment und gleichzeitig zur selbst-erlebten Empirie.

Obwohl die Frühlingsonne zur Ausbildung im Freien eingeladen hätte, musste diese Ausbildung in den Klassenräumen des MilRG durchgeführt werden.

Die Ausgangssituation ist nach einer Bruchlandung auf dem Mond und es sind die noch vorhandenen Gegenstände nach ihrer Wichtigkeit zu reihen, um das Mutterschiff noch erreichen zu können. Nach einer persönlichen Reihung musste jede Gruppe einen Konsens finden. Als Helfer fungierten nicht nur die Erzieher, sondern auch freiwillige Maturanten.

Als Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und Vorbereitung auf die VWA wurde die Übung nicht nur durchgeführt, sondern mit wissenschaftlichen Theorien, Forschungsfrageformulierung, Hypothesenbildung und Methode verknüpft und als empirischen Teil eines Forschungsprojektes dargestellt.

Erst nach Übungsschluss wurden die wissenschaftlichen Aspekte besprochen und das ausgearbeitete Forschungsdesign erklärt. Passend, da die MilRG-Maturanten an diesem Tag ihre VWAs präsentieren mussten.

„In den letzten Jahren haben wir immer wieder erlebt, dass die Schüler nicht so recht wissen, wie sie ihre VWA angehen sollen und deshalb zwar mit guten Vorsätzen ans Werk gehen wollen, es aber zeitlich hinausschieben, wie eine unsichtbare Blockade. Ziel war es, zu zeigen, dass Wissenschaft kein abstrakter Begriff ist, sondern etwas Greifbares, Erlebbares sein kann“, erklärte Olt Mag. Julia Lechner, die für dieses Experiment verantwortlich zeichnete.