Erstellt am 12. Oktober 2015, 16:16

von Mathias Schranz und APA/Red

Mord in Sollenau. Die am Freitag in einem brennenden Einfamilienhaus in Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt) tot aufgefundene Pensionistin ist definitiv gewaltsam ums Leben gekommen.

© Foto: Franz Baldauf , 09.10.2015 , Sollenau . Mord in der Raxstrasse 19 in Sollenau  |  NOEN, Franz Baldauf

Sie wurde der Obduktion zufolge erschlagen. Franz Polzer, Chef des Landeskriminalamtes , sprach am Sonntag von "massiver" Gewalteinwirkung. Vom tatverdächtigen Ehemann fehlte weiterhin jede Spur.

Abgestellte Auto wurde entdeckt

Im Bereich der Hohen Wand wurde in der Folge das abgestellte Auto des Endsiebzigers entdeckt. Die Suche in dem alpinen Gelände soll am Montag fortgesetzt werden, sagte der Kriminalist.

Der Mann dürfte versucht haben, seinen Wagen auf dem Parkplatz der Mautstraße anzuzünden.Die Leiche soll zudem Würgemale aufgewiesen haben. Dazu äußerte sich Polzer mit Hinweis auf die Fahndung nach dem Verdächtigen nicht.

Ursprünglich konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau vor dem Brand erschossen worden war. Neben der verkohlten Leiche war ein Gewehr gefunden worden.

Brand an mehreren Stellen gelegt

Feuerwehr-Einsatzleiter Alexander Strasser zur NÖN: „Aus den Dachziegeln des Einfamilienhauses in der Raxstraße drang Rauch nach außen. Innen war das Haus komplett verraucht, die Feuerwehrleute mussten mit Atemschutz vordringen. Das Feuer selbst war bereits erloschen, die Sauerstoffzufuhr hatte gefehlt. Der Brand dürfte an mehreren Stellen gelegt worden sein, die Eingangstür war unversperrt.“

Im Erdgeschoss stießen die Feuerwehrleute dann auf die teilweise verkohlte Leiche der Hausbewohnerin. Ihr Ehemann wurde Sonntagnachmittag nicht gefunden. Das Ehepaar lebte seit langem in Sollenau. Das Verhältnis zu den Nachbarn in der Siedlung soll nicht immer einfach gewesen sein: „Der Mann hatte offensichtlich Probleme mit Katzen“, erzählt SPÖ-Bürgermeister Stefan Wöckl.

Suche nach Ehemann dauert an

Der Endsiebziger wird im Gebiet der Hohen Wand vermutet, wo auch sein Auto aufgefunden worden ist.  Bei der Suche nach dem Mann in der alpinen Region der Hohen Wand könnte auch ein Hubschrauber zum Einsatz kommen. Wenn es das Wetter zulasse, sagte Polzer am Montag.