Erstellt am 02. März 2016, 06:04

von Franz Stangl

Nach 21 Jahren: Mostschank sperrt zu. Aufgrund der neuen gesetzlichen Verordnungen sieht sich die Familie Bencsits gezwungen, den Heurigen zu schließen.

Der Keltenheurige schließt seine Pforten - die Familie Bencsits denkt jedoch an, eventuell einen Ab-Hof-Verkauf zu machen.  |  NOEN, Stangl

Über zwei Jahrzehnte hinweg verwöhnte der "Mostschank zur Keltensiedlung" seine Gäste mit bäuerlichen Schmankerln. Doch damit ist nun Schluss: „An guat’n Most und a deftige Jaus’n“, wie es auf der Homepage „keltenheuriger.at“ offeriert wurde, wird es hier nicht mehr geben. Denn jetzt nahm die Familie Bencsits Abschied von ihren Gästen. „Leider sind wir aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften gezwungen, unseren Familienbetrieb zu schließen. Wir wollen uns auf diesem Wege bei Ihnen für die langjährige Treue auf das Herzlichste bedanken“, steht auch auf der Homepage zu lesen.

Im Jahr 1994 gründete die Familie Bencsits den Mostheurigen am Schölderl. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Burgberg gelegen, bot sich der Name „Mostschank zur Keltensiedlung“ als werbewirksam an. Die Gäste schätzten über zwei Jahrzehnte lang den idealen Platz auf der Anhöhe ebenso wie das Speisenangebot, das an drei bis vier Öffnungsterminen pro Jahr zur Verfügung stand.

Viele Erschwernisse führten zu Schluss

Schmankerl vom Schmalzbrot mit Zwiebel bis zur „Keltenjause“ waren da ebenso heiß begehrt wie die „Keltenschnitten“ als süßes Ende oder der „Keltenspritzer“ gegen den großen Durst – bis dann mit dem verordneten Rauchverbot die Gästeanzahl stark nachließ. Weitere Erschwernisse, wie etwa zum Schluss die viel diskutierte Registrierkassenpflicht, bewogen die Familie Bencsits jetzt dazu, endgültig Schluss zu machen.

Der Keltenheurige schließt seine Pforten – die Familie Bencsits denkt jedoch an, eventuell einen Ab-Hof-Verkauf zu machen.