Erstellt am 06. April 2016, 06:14

von Josef Kleinrath

Neuer Markt: Die neuen Pläne. Wiener Neustädterin arbeitet an Produktmix für die Neuaufstellung des Marktes im Zentrum.

Laura Schafellner kümmert sich um den Produktmix am neuen Markt.  |  NOEN, Foto: privat, Büro Panis
Zwar gibt es ihn noch nicht, den neuen Markt am Hauptplatz, aber er ist allgegenwärtig. Bei den aktuellen Standlern, aber auch bei vielen Kunden, sowie magistratsintern und natürlich auch bei den Planern. Während sich die Architekten Gottfried Markom und Hannes Löscher die architektonische und fachliche Umsetzung des neuen Marktes am Hauptplatz in den vergangenen Wochen weiter entwickelt haben, wurde mit Laura Schafellner eine Wiener Neustädterin ins Boot geholt, die den Produktmix für den neuen Markt erarbeitet.

Schafellner, 25-jährige Absolventin des BORG und der FH Wiener Neustadt, ist von Kindesbeinen an mit dem Thema Märkte befasst, mit ihren Eltern als Aussteller war sie immer auf Märkten unterwegs, seit sie 16 ist arbeitet Schafellner im Familienbetrieb an der Organisation von Märkten und im Verkauf mit. Drei Jahre führte sie eine Agentur und organisierte österreichweit diverse Märkte – etwa auch den Töpfermarkt in Wiener Neustadt.

x  |  NOEN, Büro Panis

Basis für den Produktmix waren Recherchen auf nationalen wie internationalen Märkten. Dabei wurden die Märkte vor allem hinsichtlich der angebotenen Produkte, der Standgestaltung, der Herkunft der Waren sowie sichtbarer Trends und Erfolgskonzepte analysiert. Parallel dazu wurde eine Umfeldrecherche in der Wiener Neustädter Innenstadt durchgeführt. Ziel dieser Recherche ist das Minimieren von Produktüberschneidungen zu den umliegenden Handels- und Gastronomiebetrieben, sowie das Erkennen von Potenzialen durch fehlendes Angebot bestimmter Produktsparten.

Bürgermeister-Sprecher Matthias Zauner: „Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde der Produktmix erstellt, der nun mit den eingelangten Interessenten abgeglichen wurde. Einzug in den Produktmix gefunden hat ein breites Sortiment an Lebensmitteln von Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse, bis hin zu internationalen Delikatessen. Auch eine Vinothek, ein Spirituosenhandel sowie ein Biogeschäft sind vorstellbar. Im Bereich Gastronomie reicht die Palette vom klassischen Würstelstand, über nationale wie internationale Lokale bis hin zu neuen Foodtrends.

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Selbstverständlich soll auch Raum für Blumenhandel geboten werden.“ Jene Interessenten, die aufgrund von Produktüberschneidungen oder Abweichungen vom Produktmix nicht in das Konzept passen, wurden darüber informiert, so Zauner. Alle anderen Interessenten wurden nun dazu eingeladen ein vertiefendes Konzept vorzulegen. Die eingelangten Konzepte werden in weiterer Folge auf ihre Plausibilität und Umsetzbarkeit geprüft.

Am Plan, heuer noch die Infrastruktur zu bauen, um den Markt im kommenden Jahr aufstellen zu können, könne festgehalten werden. Die Unsicherheit am Markt selbst bleibt weiterhin: Man sei zu wenig eingebunden, so die Kritik. Knackpunkt: der Preis, um den ein Stand gemietet werden kann. Erst danach steht wirklich fest, wer bleibt, wer kommt, wer geht.

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