Erstellt am 08. März 2016, 03:49

von Carina Pürer

Ortschef im Visier der Volksanwältin. Weil Karnthaler die Forderungen an Dieter Besta noch erhöhte, meldete ihn Volksanwaltschaft bei Aufsichtsbehörde.

Bernhard Karnthaler will die Causa am liebsten einfach abschließen. Foto: Baldauf  |  NOEN, Baldauf

Der Clinch zwischen ÖVP-Ortschef Bernhard Karnthaler und Dieter Besta vom Grandhotel geht in die nächste Runde. Weil er sich nicht an die Fristen gehalten und die von der Besta Betriebs GmbH geforderten Rückstände noch erhöhte, wurde er von der Volksanwaltschaft jetzt bei der Aufsichtsbehörde gemeldet.

„Keine Ahnung, wie er jetzt auf diese Summe kommt“

Zum Sachverhalt: Im Vorjahr sollte Besta plötzlich über 11.000 Euro an Wasseranschlussabgaben entrichten – obwohl diese Rückstände noch vom Vorbesitzer stammen und bereits verjährt sind.

Besta schaltete – nicht zuletzt auch aufgrund einer Wirtschaftsförderung, die ihm versprochen worden war – die Volksanwaltschaft ein. Diese stellte mehrere Missstände fest, forderte Karnthaler auf, bis 15. Februar eine Stellungnahme abzugeben.

Der Ortschef kam dem nicht nach, bat um Fristverlängerung bis zur Gemeinderatssitzung am 17. März – obwohl in der Zwischenzeit schon zwei Gemeinderatssitzungen stattgefunden haben.

Ende Jänner bekam Besta dann eine neue Rechung zugeschickt – handschriftlich sind darauf jetzt sogar Rückstände in Höhe von 30.000 Euro vermerkt. Für den Hotelchef unverständlich: „Keine Ahnung, wie er jetzt auf diese Summe kommt.“ Erneut wurde die Volksanwaltschaft zurate gezogen – und teilte Karnthaler mit, ihn jetzt auch bei der Aufsichtsbehörde gemeldet zu haben.

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Karnthaler gibt sich auf NÖN-Nachfrage wortkarg. „Das Thema wird in der nächsten Gemeinderatssitzung noch einmal behandelt, da möchte ich nicht vorgreifen.“

Er möchte das Thema am liebsten abhaken: „Ich weiß nicht, was Herr Besta bezwecken will, indem er da dauern die Zeitung und den Volksanwalt einschaltet. Aber ich werde alles versuchen, um der Geschichte endlich ein Ende zu setzen“, möchte Karnthaler von dem Thema nichts mehr hören.

Neue Rechnung für die Besta Betriebs GmbH von der Gemeinde. Zu den regulären Vorschreibungen wurden handschriftlich 30.000 Rückstände hinzugefügt – für die Hotelbesitzer Dieter und Elisabeth Besta unverständlich.