Erstellt am 26. Januar 2016, 05:33

von Doris Hoefer

Oscar für den Miesenbacher Hans Peter Krenn?. Hans Peter Krenn ist Teil des Teams von Oscar-nominiertem Kurzfilm „Alles wird gut“ mit mit Simon Schwarz und Julia Pointner in den Hauptrollen.

Der 32-jährige Filmemacher Hans Peter Krenn bei der Arbeit am Filmset. Seine Laufbahn führte ihn durch verschiedene Stationen im Filmgeschäft. Als Aufnahmeleiter ist er Teil des Oscar-nominierten Filmes »Alles wird gut« mit Julia Pointner und Simon Schwarz in den Hauptrollen.  |  NOEN, privat
In rund einem Monat, am 28. Februar, wenn in Hollywood die Oscarverleihung stattfindet, wird der 32-jährige Filmemacher Hans Peter Krenn aus Miesenbach ganz besonders mitfiebern.
Mit seinem Filmteam hat er in der vergangenen Woche für den Kurzfilm „Alles wird gut“ (mit Simon Schwarz und Julia Pointner in den Hauptrollen) in Grafenegg den Preis zum besten österreichischen Kurzfilm gewonnen. Jetzt steht das Werk mit vier anderen in der Endausscheidung vor einem möglichen Oscar-Gewinn.

x  |  NOEN, Patrick Vollrath


Hans Peter Krenn hatte schon immer Interesse am Thema Film. Er begann bei verschiedenen Produktionsfirmen zu arbeiten, eignete sich technisches Wissen an schnupperte in die Werbebranche und machte sich im Alter von 30 Jahren mit seiner Firma HP-Filmproduktion mit Sitz in Miesenbach selbstständig. Am Film „Alles wird gut“ hat er als Aufnahmeleiter mitgearbeitet. Wie sich die Nominierung auf sein Berufsleben ausgewirkt hat? „Für mich persönlich ist das egal“, meint Krenn, „ich werde sowieso weiterproduzieren.“

"Nicht ausruhen, einfach weitermachen"

Mehr Aufmerksamkeit würde er durch die Nominierung allerdings schon bekommen. Nicht ausruhen, einfach weitermachen sei sein Motto. Sein nächstes Ziel ist es, als Regisseur und Produzent etwas Eigenes zu machen. Derzeit arbeitet er noch als Produzent bei einem Film mit, zeitgleich sucht er schon eine Förderung für einen eigenen Kurzfilm. „Man soll das nehmen, das man bekommt, und daraus etwas machen“, stellt Krenn seine Arbeitsweise dar. „Egal ob Videooperator, Schauspiel, Aufnahmeleitung, ich freue mich, dass ich davon leben kann.“ Für seine Familie, die ihn immer unterstützt hat, ist er dankbar.

Die Oscarverleihung wird er entweder am österreichischen Konsulat in Los Angeles oder mit Freunden vom Film in Wien mitverfolgen.