Erstellt am 11. Februar 2016, 05:03

von Kristina Veraszto

Ostumfahrung: Volk soll entscheiden. Abstimmung geplant: In der Causa Ostumfahrung sind sich die Parteien einig. Es soll keine zusätzliche Belastung für den Ort Lichtenwörth geben.

Harald Richter wurde anonym angezeigt – Verfahren eingestellt. Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf

Beim Informationsabend, der von den Grünen, der Radlobby und der Plattform "Ostumfahrung - So nicht!“ in Wiener Neustadt organisiert wurde, sprach sich SPÖ-Bürgermeister Harald Richter ganz klar gegen die Ostumfahrung aus. „Wir haben 85 Prozent Nordwest-Wind und sind daher von Feinstaub, Schadstoffen und Fluglärm etc. betroffen. Mit der Ostumfahrung wird es keine Entlastung geben“, so der Ortschef.

Die Oppositionsparteien sind mit der jetzigen Planung der Umfahrung nicht zufrieden. „Es müssen endlich Fakten auf den Tisch“, erklärt ÖVP-Gemeinderat Norbert Koch. Auch er ist der Meinung, dass durch das Projekt die Gemeinde noch weiteren Problemen ausgesetzt wird. „Wenn die Ostumfahrung kommt, darf Lichtenwörth nicht weiter belastet werden“, so Koch.

Entscheidung bei Gemeinderatssitzung

LPL-Gemeinderat Harry Müllner teilt ebenfalls diese Ansicht und fügt hinzu, dass Alt-Bürgermeister Alois Proksch, der ebenfalls gegen die Umfahrung war, den richtigen Weg gegangen sei: „Der Gemeinderatsbeschluss von Alt-Bürgermeister Proksch hätte nicht aufgehoben werden dürfen. An diesen hätten wir uns halten sollen.“ Müllner sieht aber die Zusammenarbeit mit Richter kritisch. „Er entscheidet ohnehin über unsere Köpfe hinweg.“

Um weitere Schritte zu planen, wird es Ende Februar eine Gemeinderatssitzung geben. In dieser soll laut dem SPÖ-Bürgermeister Richter auch über eine mögliche Volksabstimmung zum Thema Ostumfahrung entschieden werden. Diese soll nach der Gemeinderatssitzung, unter Einhaltung aller gesetzlichen Fristen, möglichst bald stattfinden.