Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:22

von Josef Kleinrath und Mathias Schranz

Platz für Flüchtlinge. Unterkunft hinter dem Kinocenter möglich, in der Döttelbachsiedlung entsteht ein „Danzer Haus“.

 |  NOEN, Karin Heigl

In der Josefstadt – genauer gesagt in der Pernerstorfer Straße im ehemaligen Strabag-Gebäude, könnten bis zu 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Der diesbezügliche Antrag eines privaten Interessenten bei der Grundversorgungsstelle des Landes Niederösterreich liegt vor – und ist bereits genehmigt, wie Sabine Dohr vom Büro des zuständigen SPÖ-Landesrates Maurice Androsch bestätigt.

Geplant ist, dass das Gebäude im November von den Flüchtlingen bezogen wird. Seitens der Stadt gibt es in diesem Fall von behördlicher Seite keine Zuständigkeit, wie ÖVP-Stadtchef Klaus Schneeberger gegenüber der NÖN festhält, der aber betont, dass „wir alle derartige private Initiativen begrüßen“. Hinter dem Kinocenter Cineplexx gibt es auch Überlegungen, Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu etablieren, ein diesebezüglicher Antrag – kolportiert werden 50 Flüchtlinge – sei aktuell in der Prüfungsphase, so Dohr.

Jugendliche Flüchtlinge im „Danzer Haus“

Weitaus fortgeschrittener ist ein Projekt in der Döttelbachsiedlung, genauer gesagt in der Lichtenwörther Gasse. Dort wird vom Verein Fluchtweg ein „Georg Danzer Haus“ eingerichtet. Konkret bedeutet das: Eine Wiener Familie zieht in das Haus, dazu kommen acht unbegleitete Flüchtlinge. Die Burschen aus Syrien werden in den nächsten Tagen einziehen. „An den Vormittagen steht einmal Deutschunterricht auf dem Programm“, erklärt Vereins-Obfrau Iris Borgmann.

In den anderen „Danzer Häusern“, wie etwa Wien, habe man gute Erfahrung mit dieser Art von Flüchtlingsbetreuung gemacht, „bisher hatten wir nirgends Probleme, weil die Flüchtlinge so bestens betreut werden können“, schildert Borgmann. Begegnungen zwischen der Bevölkerung und den Burschen sind möglich, „es sind offene Häuser“, so die Obfrau, die sich über Spenden freut.