Wiener Neustadt

Erstellt am 23. September 2016, 06:10

von Josef Kleinrath

Wiener Neustadt: Fohlenhof vor Verkauf. Stadt will das Areal des Fohlenhofs an der Frohsdorferstraße neu aufstellen und als Siedlungsgebiet verwerten.

Die Einfahrt in den Fohlenhof an der Frohsdorferstraße zeigt schon, dass hier Sanierungsbedarf besteht.  |  Josef Kleinrath

Ein richtiges Schmuckstück ist er nicht mehr, der Fohlenhof von Wiener Neustadt. Allerdings beherbergt er neben einem Atelier und Wohnungen auch das Bildungsinstitut „Natur Gut“. Jedenfalls hat die Stadt Pläne mit dem 4,5 Hektar großen Areal: Es soll verkauft werden, damit dort an der Frohsdorferstraße innerhalb der Akademiepark-Mauer ein hochwertiges Wohngebiet entstehen kann.

Peter Eckhart, Geschäftsführer der städtischen Tochtergesellschaft wnsks, die der Eigentümer der Liegenschaft ist, erklärt: „Aufgrund der derzeit nicht besonders ansehnlichen Gegebenheiten im Bereich des Fohlenhofs, soll im Rahmen einer Änderung des Flächenwidmungsplan eine Umwidmung auf Bauland-Wohngebiet erfolgen. Durch die Erstellung eines Bebauungskonzepts soll zukünftig in diesem Bereich ein hoch-qualitativer Wohnraum entstehen.“

Dinhobl: "Wir wollen eine Gesamtlösung"

Ins selbe Horn stößt ÖVP-Baustadtrat Franz Dinhobl: „So kann man das Areal nicht lassen. Wir wollen eine Gesamtlösung dafür. Viele Häuser sind dort sanierungsbedürftig.“ Ob es seitens des Denkmalschutzes bei dem Objekt Bedenken gibt, wissen Dinhobl und Eckhart nicht, jedenfalls würden alle Schritte in Abstimmung mit dem Denkmalamt erfolgen. Allerdings ist Eckhart überzeugt: „Da sehen wir keine Probleme.“ Zeitplan steht noch keiner fest, es gibt auch noch keine Interessenten für das Areal. Außerdem sei noch nicht klar, ob bzw. welche Gebäude abgerissen werden und welche in ein Gesamtkonzept integriert werden könnten. Auch hier soll auf eine moderate Bebauung wie im angrenzenden Wohngebiet des Akademieparks, das zuletzt von s-Real umgesetzt wurde, geachtet werden.

Fix ist aber, dass das Bildungsprojekt „Natur Gut“ seinen Platz dort räumen müssen wird. Dinhobl: „Wir sind auf der Suche nach einem alternativen Standort.“

Bei einem Verkauf würde übrigens eine gehörige Summe ins Stadtbudget gespült werden – um die 200 Euro wird als Grundpreis durchaus schon gehandelt.