Erstellt am 15. Dezember 2015, 04:33

von Mathias Schranz

Punschtest zeigt: Auto lieber stehen lassen. Punsch als unkalkulierbares Risiko für Autofahrer, Polizei rät dringend, lieber mit dem Taxi nach Hause zu fahren.

NÖN-Punschtest am Adventmarkt: Chefinspektor Eduard Zimmermann kontrollierte Redakteur Mathias Schranz. Franz Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf

Sechs Führerscheinabnahmen beim Planquadrat, Unfälle mit 2,4 Promille, Fahrerflucht mit 1,5 Promille.Nur einige Beispiele aus den letzten Tagen, auch Verkehrsinspektions-Chef Eduard Zimmermann stellt fest: So viele Führerscheinabnahmen wie in dieser Weihnachtszeit hat es in der Stadt schon lange nicht gegeben. Vor allem die Wirkung des Punsches wird von vielen Autofahrern unterschätzt, „am besten ist, sich ein Taxi zu nehmen. Da ist man auf der sicheren Seite“, rät Zimmermann.

Denn abzuschätzen, wie sich das eine oder andere Häferl auf die Fahrtüchtigkeit auswirke, sei schwer. „Jeder Punsch hat ein anderes Rezept und anderen Alkoholgehalt. Deswegen ist es in Verbindung mit Autofahren so gefährlich“, meint der Polizist. Das zeigte sich auch bei einem Test der NÖN am Adventmarkt am Hauptplatz.

Zwei Stunden nach dem Mittagessen wurden innerhalb einer Stunde zwei Häferl Punsch getrunken – was sich immerhin mit 0,42 Promille beim Alko-Vortest auswirkte. Und obwohl man als Autofahrer bei diesem Wert noch nicht über der strafrelevanten 0,5 Promille Grenze liegt, sei jetzt eine Fahrt besonders gefährlich, denn: „Bei einem Unfall mit Personenschaden wird berechnet, inwiefern die Reaktionszeit beeinträchtigt war. Sowohl versicherungstechnisch als auch vor Gericht endet das oft ganz böse“, weiß Zimmermann aus Erfahrung.

Bis Ende des Jahres sind übrigens weiterhin verstärkte Alkokontrollen im Straßenverkehr geplant.

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