Erstellt am 03. Mai 2016, 14:34

von Franz Stangl

Rätsel um Rehkopf. Drohung oder Scherz? Robert Böhm aus Schwarzenbach fand einen abgetrennten Rehkopf samt Schild an seinem Gartentor hängend vor.

So fand Böhm sein Tor vor: Ein Rehkopf sowie ein Schild mit »Weidmanns Heil« hingen daran.  |  NOEN, zVg

Mysteriöse Drohung oder makaberer Scherz? Ein an der Eingangstür von Robert Böhm, Pächter vom „Jagdrevier Esterhazy – Rauhenstein – Schwarzenbach“, befestigtes Rehhaupt gibt in Schwarzenbach Rätsel auf. Über Nacht hatte ihm jemand das tote Tier an die Tür gehängt.

„Als ich um 23 Uhr nach Hause kam, war noch nichts. In der Früh hing es dann an der Tür“, schildert der passionierte Jäger sein beunruhigendes Erlebnis.

Es war das unsachgemäß abgetrennte Haupt einer jungen Rehgeiß, das mit einer Schnur am Schmiedeeisengitter befestigt war – darüber ein Stück Karton mit der Aufschrift „Weidmanns Heil“…

„Ich habe sofort die in meinem Revier jagenden Jäger gefragt, ob eventuell einer geschossen hat. Sie bringen üblicherweise die erlegten Rehe in meinen Kühlraum.

Aber die haben alle verneint“, sagt Böhm im Gespräch mit der NÖN. Für möglich hielt er es anfangs auch, dass jemand den Kopf für das Keltenfest abgelegt hatte – als Druide benötigt er dafür immer wieder Kiefer erlegter Tiere.

Tat eines Wilderers?

In weiterer Folge kontaktierte Böhm auch Jagdleiter Franz Mössner von der Genossenschaftsjagd Schwarzenbach sowie Hegeringleiter Alois Schwarz – doch in fraglicher Nacht war auch ihnen nirgendwo ein Abschuss bekannt.

„Zu erwähnen wäre noch, dass im Esterhazy-Jagdrevier ‚Schlossberg Schwarzenbach‘ eine Wildkamera abmontiert wurde“, bedenkt Böhm derzeit alle möglichen Zusammenhänge.

„Bei Gesprächen kam aber auch zum Ausdruck, dass es sich um die Tat eines Wilderers wie damals bei Alois Huber handeln könnte. Der hat auch zur Beunruhigung der Jägerschaft Trophäen seiner Jagdbeute an Futterkrippen und Ortstafeln deponiert“, erkennt Böhm sogar Parallelen zum aufsehenerregenden Fall in Annaberg im Jahr 2013.

Der passionierte Jäger hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung – und darauf, das Rätsel um den abgetrennten Rehkopf schon bald lösen zu können.