Erstellt am 21. Mai 2017, 11:15

von Christian Feigl

Mit 180 km/h in Baustelle die Polizei überholt. Es war Warths Autobahnpolizeichef Guido Bartilla höchstpersönlich, der am Samstagabend einen besonders rücksichtslosen Raser aus dem Verkehr ziehen durfte

Symbolbild  |  APA (Webpic)

Im Baustellenbereich auf der Südautobahn presste ein Bulgare mit seinem Audi Q7 ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend. Der Lenker ignorierte sogar das Fahrzeug der Polizei und überholte es völlig ungeniert. „Wahrscheinlich hat er uns aufgrund der Geschwindigkeit gar nicht wahrgenommen“, mutmaßt Bartilla.

Als die Warther Zivilstreife die Verfolgung aufnahm, zeigte der Tacho weit mehr als 170 km/h – in einem Bereich in dem nur 80 km/h erlaubt waren.

Zu allem Überdruss saß am Schoß der Beifahrerin auch noch komplett ungesichert ein etwa zweijähriges Kind. Schließlich erkannte der Lenker doch noch den Ernst der Lage, bei der Raststation Föhrenberg stoppte er seinen Wagen. Die Amtshandlung selbst, die in Englisch geführt wurde,  lief danach unproblematisch.

Dem Mann wurde an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen, eine Sicherheitsleistung in der Höhe von rund 700 Euro bezahlte er mit der American Express-Karte. Bei der Exekutive zeigte man sich über den Vorfall erschüttert: „In einem Baustellenbereich mit einem solchen Tempo zu fahren, ist lebensgefährlich. Bei einem Spurwechsel ist so ein Raser nur ganz schwer wahrzunehmen, das kann schwerste Unfälle auslösen“, ist Bartilla noch am Tag nach der Amtshandlung fassungslos.