Erstellt am 22. Dezember 2015, 08:46

von Anna Hlawatsch und Josef Kleinrath

Schock: Artistin stürzte ab. Maria Gschwandtner stürzte während ihrer Performance als Luftartistin auf Bar. Sie trug keine schweren Verletzungen davon und wird bald wieder in die Lüfte steigen.

Maria Gschwandtner auf dem Hula-Hoop-Reifen im Sparkassensaal, kurz bevor sie in die Tiefe stürzte.  |  NOEN, Anna Hlawatsch

Es hätte einer der Höhepunkte der Weihnachts-Ausgabe von „Let me entertain you“ im Sparkassensaal sein sollen: Luftakrobatin Maria Gschwandtner, die in rund fünf Metern Höhe direkt über der Hauptbar ihre Kunststücke mit Hula-Hoop-Reifen und Tüchern machen sollte.

Fasziniert von ihren akrobatischen Fähigkeiten blickten die Gäste zu Gschwandtner auf, viele hatten ihre Handys gezückt, um die Kunststücke der Artistin festzuhalten, als das schier Unfassbare passierte: Gschwandtner verlor offenbar den Halt, rutschte aus dem Reifen und stürzte in die Tiefe. Sie krachte auf die Bar und blieb regungslos am Boden liegen.

„Es war fast ein Weihnachtswunder,
dass da nicht mehr passiert ist,“

Rasch waren Rettungskräfte bei ihr, Gschwandtner kam wieder zu sich und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo festgestellt wurde: Die Artistin hatte kaum Verletzungen davongetragen, lediglich Prellungen, Abschürfungen und einen Glassplitter in der Schulter. „Es war fast ein Weihnachtswunder, dass da nicht mehr passiert ist,“ zeigte sich Erika Buchinger auch am Tag nach dem Unfall noch geschockt, aber erleichtert. Sie hatte die Künstlerin den Veranstaltern vermittelt. Über Buchinger ließ Gschwandtner der NÖN ausrichten, dass es ihr schon wieder sehr gut gehe. Ihren Sturz bezeichnete sie als „Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen“, sie sei das erste Mal in einem Krankenhaus gelandet.

Dass so etwas passieren könne, sei Berufsrisiko, jeder Artist würde einmal abstürzen. Ihr erster Gedanke im Krankenwagen habe laut Buchinger nicht ihren Verletzungen gegolten, sondern der Veranstaltung. So war sie danach sehr froh, dass die Party weitergehen konnte. Und noch etwas betonte Gschwandtner: Es sei ihre Entscheidung gewesen, die Artistennummer ungesichert durchzuführen.

Das bestätigte auch Christian Spritzendorfer gegenüber der NÖN: „Wir haben das vorher miteinander so besprochen.“ Erika Buchinger pflichtete bei, „dass Gschwandtner ein Vollprofi durch und durch sei, die normalerweise in schwindelerregender Höhe ihre Show durchführt.“ Für die Künstlerin ist eines klar: Sie wird bald wieder ihrer Leidenschaft als Luftakrobatin nachgehen und in großer Höhe ihre Kunststücke vorführen.