Schwarzenbach

Erstellt am 25. August 2016, 06:15

von Franz Stangl

Windpark sorgt weiter für Aufregung. Bürgermeister entschied kurzerhand, rund 20 Gäste bei Gemeinderatssitzung hinauszukomplimentieren.

Punkt fünf der Tagesordnung: Änderung Flächenwidmungsplan (Windkraftanlage), bei dem es um die Umwidmung eines Geländes für den Windpark Schwarzenbach ging.  |  NOEN, Symbol/Archiv

Helle Aufregung bei den Besuchern bei der am vergangenen Mittwoch abgehaltenen öffentlichen Gemeinderatssitzung in Schwarzenbach: Nach den ersten vier Tagesordnungspunkten war Schluss, die Gäste mussten den Sitzungsraum verlassen.

Rund 20 Besucher erschienen am Mittwoch zur Sitzung des Schwarzenbacher Gemeinderates. Grund war Punkt fünf der Tagesordnung: Änderung Flächenwidmungsplan (Windkraftanlage), bei dem es um die Umwidmung eines Geländes für den Windpark Schwarzenbach ging. Großzügig wurden für alle Gäste Sessel bereitgestellt – ein ziemlich unnötiger Aufwand, wie sich kurz darauf herausstellte. Denn nach den rund zehn Minuten der ersten vier Tagesordnungspunkte war schon Schluss.

Gruber: „Erwartet, dass wir bleiben dürfen“

„Willst vielleicht den Punkt fünf gleich selbst übernehmen?“, hatte SPÖ-Bürgermeister Johann Giefing die ebenfalls zuhörende Hochwolkersdorfer SPÖ-Bürgermeisterin Traude Gruber noch zu Beginn der Sitzung gefragt. Doch so weit kam es nicht, alle Gäste mussten die Sitzung verlassen: „Es sind zu diesem Punkt Stellungnahmen eingelangt und die Betroffenen hätten Nachteile zu befürchten. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten wird.“

Unter Protest verließen daraufhin die Besucher – darunter beinahe der gesamte Gemeindevorstand aus Hochwolkersdorf – den Sitzungssaal. Eine enttäuschte Hochwolkersdorfer Bürgermeisterin Gruber: „Ich hätte mir schon erwartet, dass wir bleiben dürfen.“

Ein Ende der ganzen Windparkgeschichte ist jedenfalls nicht abzusehen: „Wir bleiben dran, das lassen wir uns nicht bieten“, kündigte etwa die Geschäftsführende ÖVP-Gemeinderätin Theresia Spitzer an.