Erstellt am 21. April 2016, 03:54

von Bettina Kreuter

Schweigen am Berg. Auf der Suche nach einem Ort zum In-Sich-Gehen wurden Zen-Buddhisten auf der Hohen Wand fündig. Die Felsen seien stimmig.

Aus dem ehemaligen Gasthaus Almfrieden auf der Hohen Wand wird ein BergZendo. Die Zen-Buddhisten gründen hier ein Meditations- und Seminarzentrum. Die Einweihung ist am 23. April um 12 Uhr.  |  NOEN, Zen-Buddhisten

Projektleiterin Anneliese Zobl sieht den Zusammenhang zwischen Zen und Hoher Wand: "Im Zen ist alles reduziert und karg. Das ist auch der Fels mitten in der Landschaft. Das ist stimmig.“

Der Verein Bodhidharma Zendo mit 100 Mitgliedern suchte seit drei Jahren einen Platz zum In-Sich-Gehen außerhalb der Stunde. Angelacht hätte ihn auch das Hochkogelhaus, aber das war bald verkauft (die NÖN berichtete). Mitte Jänner wurde das Inserat fürs Almfrieden entdeckt, drei Monate später – am 23. April findet um 12 Uhr die feierliche Einweihung statt.

„Wichtig ist es uns, gut mit dem Umfeld auszukommen"

Zur Einweihung werden auch internationale Gäste und jene aus der Umgebung erwartet. „Wichtig ist es uns, gut mit dem Umfeld auszukommen. Am Anfang liegt der Fokus der Nutzung auf unseren Verein“, so Zobl. Praktiziert wird hauptsächlich Schweigemediation. „Wir würden in späterer Folge auch den Stall gerne zu einem Meditationsraum ausbauen“, erklärt Anneliese Zobl.

ÖVP-Bürgermeister Josef Laferl weiß nicht viel über das Projekt. Eines bedauert er aber, dass wieder ein Gastbetrieb am Plateau der Hohen Wand geschlossen wurde: „Schön langsam werden wir knapp mit Gästhäusern oben auf der Hohen Wand. Es tut weh, dass es kein Gastbetrieb mehr ist.“ Laut Laferl hätte es keine Nachfolger für den seit Generationen eingesessenen Betrieb gegeben.

Die Zen-Buddhisten wollen auf alle Fälle nichts verändern, sondern nur einige Kleinigkeiten adaptieren.