Wiener Neustadt

Erstellt am 06. Juli 2016, 05:00

von Carina Pürer

Ausstellung gedenkt Tornado-Katastrophe. Am 10. Juli 1916 wütete ein Tornado in Teilen Wiener Neustadts – Ausstellung im Stadtmuseum erinnert an die Katastrophe.

Mit voller Wucht traf der Tornado auf die alte Lokomotivfabrik, forderte dort die meisten Menschenleben. Insgesamt waren es über 30 Tote.  |  privat

Nur wenige Minuten reichten aus, um die Stadt in eine Katastrophe zu stürzen. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 380 km/h zog am Nachmittag des 10. Juli 1916 ein Tornado über den Norden Wiener Neustadts – mehr als 30 Menschen starben in einstürzenden Gebäuden, mehr als 300 wurden verletzt.

Die nördlichen Stadtteile von Wiener Neustadt, vor allem die Josefstadt, wurden verwüstet – die meisten Menschenleben forderte der Tornado in der Lokomotivfabrik. Bis heute gilt er als das verheerendste Wetterereignis in Österreich und als der bisher stärkste Tornado auf österreichischem Grund...

Stadtspaziergang am Jahrestag des Tornados

100 Jahre nach der verheerenden Katastrophe widmet sich das Stadtmuseum diesem Ereignis in einer Ausstellung, die am vergangenen Mittwoch eröffnet wurde und auf reges Interesse stieß. Eingeleitet durch eine Tanzperformance des „sog.theater“ schilderte Meteorologe Alois Holzer die Chronologie der Ereignisse des 10. Juli 1916 – Schauspielerin Tanja Witzmann las Zeitzeugenberichte.

Vor allem in der Josefstadt, im Bereich der Pottendorfer Straße, richtete der Tornado arge Verwüstungen an. Nicht nur Gebäude wurden zerstört, sondern auch reihenweise Bäume entwurzelt.  |  privat

Zahlreiche historische Fotos veranschaulichen die Verwüstungen, die der Tornado anrichtete – ergänzt durch historische Dokumente zum Thema. Die sehenswerte Ausstellung wird bis zum 31. Juli im Foyer des Stadtmuseums zu sehen sein – am 10. Juli, dem 100. Jahrestag der Katastrophe, wird es zudem einen Stadtspaziergang zum Thema mit Thomas Schreiner geben. Informationen dazu unter 02622/373951.