Erstellt am 16. März 2016, 13:11

von Mathias Schranz

Stadtpark: Polizei hat Drogendealer im Visier. Der Stadtpark soll drogenfrei werden: Stadtregierung und Polizei wollen jetzt verschärft gegen die Dealer vorgehen, das wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gegeben.

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Im vergangenen Jahr sei zwar das Problem am Hauptplatz bei den Bushaltestellen gelöst worden, „aber im Stadtpark ist das Problem verschärft“, gibt ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger genauso wie FPÖ-Landtagsabgeordneter Udo Landbauer offen zu.

Einmal mehr kritisierte Schneeberger die derzeitige Gesetzeslage, die es schwer mache, Dealer dingfest zu machen. Das frustriere auch die Polizisten. Deswegen habe er auch einen Brief an Justizminister Brandstetter geschrieben.

„Auflösen werden sich die Dealer nicht“

Im Stadtpark werden neben stärkerer Polizei-Bestreifung auch bauliche Maßnahmen getroffen. So sollen etwa, ähnlich wie im Esperanto-Park, Sträucher gestutzt werden, um den Dealern die Versteckmöglichkeiten zu nehmen. Das hätte im Esperantopark gut funktioniert.

Dazu kommt, das die „Polizisten-Lücke“, vier Wiener Neustädter Beamte versehen derzeit an einem anderen Ort ihren Dienst, aufgefüllt wird. Eines ist Bürgermeister Schneeberger bei der „Aktion scharf“ im Stadtpark aber auch klar: „Es wird einen Verdrängungseffekt geben, auflösen werden sich die Dealer nicht“.

Landespolizeidirektor Franz Prucher hielt fest, dass es in ganz Niederösterreich keine öffentliche Suchtgiftszene gäbe. Für den Stadtpark gäbe es ein Konzept, genaue Details könne man aber aus taktischen Gründen nicht präsentieren.

In Wiener Neustadt hätte es im Vorjahr 137 Amtshandlungen der Polizei im Drogenbereich gegeben, leider auch einen Drogentoten. Generell war die Anzahl der angezeigten Delikte in Wiener Neustadt im Jahresvergleich übrigens Rückläufig: Von rund 3.900 im Jahr 2014 auf rund 3.500 im Jahr 2015.