Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:03

von Bettina Kreuter

Stadtpark: Tiere suchen neue Bleibe. Ab Anfang nächsten Jahres werden die Ziegen, Schafe, Meerschweinchen und Federtiere an gute Plätze vermittelt.

Der letzte gemeinsame Winter bricht für die Tiere im Stadtpark an. Sobald gute Plätze für sie gefunden worden sind, werden sie den Stadtpark verlassen  |  NOEN, Franz Baldauf

Vielen Besuchern des Stadtparks sind die Tiere lieb gewonnene Gefährten geworden. Egal, ob Eltern mit Kindern oder Senioren: Sie alle halten kurz inne, um die Tiere anzusprechen oder ihnen Futterbrocken zuzustecken. Bis 2007 gab es sogar einen Streichelzoo.

Auch viele exotische Tiere fanden sich im Wiener Neustädter Stadtpark – seien es die Bären oder Affen gewesen. Die Bären blieben bis zu ihrem Tod: „Gemeinsam mit den Vier Pfoten haben wir beschlossen, dass sie nicht übersiedelt werden“, erinnert sich Norbert Dallinger, Leiter der Stadtgartenverwaltung.

Gute Plätze sind das Um und Auf

Die verbliebenen Tiere müssen ihren Lebensabend woanders verbringen. Das beunruhigt die Besucher: „Viele von uns wollen wissen, was mit den Tieren passiert“, meint eine NÖN-Leserin. Norbert Dallinger beruhigt, dass sie erst dann ausziehen müssen, wenn gute Plätze gefunden worden sind. Er selbst habe erst wenige Reaktionen auf die Schließung seitens der Bevölkerung gehört.

Ab Beginn des nächsten Jahres wird versucht, neue Bleiben für die Ziegen, Schafe, die Hühner, den Truthahn, die Tauben, Wellensittiche und Meerschweinchen zu finden. Tierpfleger Johann Cernek ist derzeit auf Urlaub. Er habe laut Dallinger gute Kontakte und ist in die Unterkunftssuche für seine Schützlinge stark eingebunden.

Erst wenn sich die zuständigen Mitarbeiter davon überzeugt haben, dass die Plätze wirklich passend sind, geht es ans Übersiedeln. Norbert Dallinger versichert, dass es hier keinen Zeitdruck und keinen Stichtag gäbe, bis wann der Kleintierzoo komplett geräumt werden müsse.

Die Kosten für das Futter für die tierischen Bewohner des Stadtparks belaufen sich auf gut 6.000 Euro pro Jahr. Vieles – wie Salat – könne vergünstigt über Supermärkte bezogen werden.

Die Letztinfo, die Norbert Dallinger bezüglich des frei werdenden Areals hat, ist folgende: „Hier soll ein Spielplatz für Kinder kommen.“ Direkt neben dem Kleintiergehege ist schon jetzt ein Spielbereich. Dadurch ließe sich für die Kleinen das Toben mit dem ruhigen Beobachten der Tiere verbinden.