Erstellt am 30. November 2015, 13:05

von APA/Red

Sturmböen bis 130 km/ im Bezirk Wiener Neustadt. Die FF Wiener Neustadt berichtete von Sturmböen mit Spitzen bis 130 km/h. Allein 22 Mal mussten die Helfer bis Montag früh in der Stadt selbst ausrücken, insgesamt 40 Mal im Bezirk.

 |  NOEN, Presseteam der FF Wiener Neustadt
Ein Ende der Einsatztätigkeit war vorerst nicht in Sicht. 75 Haushalte in der Stadt blieben vorerst ohne Strom, weil ein Baum in eine Leitung gestürzt war.

Update am Montag, 13.05 Uhr:

Immer noch steht die Feuerwehr Wiener Neustadt laufend im Einsatz wegen der anhaltenden Sturmböen. Inzwischen sind in Wiener Neustadt Stadt und Bezirk gesamt 69 Einsätze verzeichnet worden. Alleine in der Stadt rückte die Feuerwehr 45 Mal aus. 

Wieder mussten Bäume, die sich nun gefährlich neigten umgeschnitten bzw. gekürzt werden, um größeren Schaden abzuwenden. Durch die anhaltenden Böen ist es immer noch nicht möglich, Dächer zu betreten, weshalb weiterhin großflächig rund um Gebäude mit losen Dachteilen abgesperrt werden muss. 

Zwischen den durch den Sturm ausgelösten Einsätzen rückte die Feuerwehr Wiener Neustadt auch aus um eine vom Kind ausgesperrte Mutter vom Balkon zu befreien und die gekippte Balkontüre zu öffnen. 
Derzeit hat sich durch die ehrenamtlichen Mitglieder ein Schichtbetrieb eingespielt. während drei bis vier Fahrzeugbesatzungen gleichzeitig bei unterschiedlichen Einsätzen unterwegs sind, erholen sich ebenso viele Besatzungen im Feuerwehrhaus. 

NÖN.at berichtete Montagfrüh:

Auf dem Flugfeld Ost wurde ein Kleinflugzeug von der Parkposition in die Luft gewirbelt. Es touchierte das Dach des Verwaltungsgebäudes und kam verkehrt in der Zufahrt zu liegen. Die Maschine wurde von der Feuerwehr niedergezurrt, weil ein Aufstellen wegen des Sturms nicht möglich gewesen wäre.

In der Ghegagasse wurde ein Baum entwurzelt, riss einen Gartenzaun um und stürzte auf einen geparkten Pkw. Von mehreren Häusern wurden lose Dachteile gemeldet. Aufgrund der hohen Windspitzen war der Feuerwehr zufolge an einen Einsatz mit Hubrettungsgeräten nicht zu denken. Die betroffenen Bereiche - etwa bei einer Tankstelle im Stadtgebiet - wurden daher großräumig abgesperrt.