Erstellt am 25. Juli 2016, 09:51

von APA Red

SPÖ Wr.Neustadt will mit Vereinen über Flaggen sprechen. Die SPÖ Wiener Neustadt hat am Montag angekündigt, im persönlichen Gespräch mit Obleuten der türkischen Migrantenvereine "das Unbehagen der Bevölkerung über die türkische Beflaggung zur Sprache zu bringen".

SPÖ-Stadtrat Horst Karas. Foto: Franz Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf

"Das friedliche Zusammenleben soll in unserer Stadt weder durch die Geschehnisse in der Türkei noch das unsensible Vorgehen der Politik aufs Spiel gesetzt werden", hieß es in einer Aussendung.

Einladung an alle Obleute türkischer Vereine

Eine Einladung soll unverzüglich an alle Obleute der türkischen Vereine ausgesprochen werden. "Die derzeitigen Ereignisse in der Türkei sind mit großer Sorge zu betrachten. Ein Militärputsch entspricht in keinster Weise einem demokratischen Vorgang, genauso wenig wie die darauf folgenden Aktionen", betonte Vizebürgermeister Horst Karas (SPÖ). Um diesen Konflikt nicht hierher zu tragen, sei "politisch mit äußerster Sorgfalt und Diplomatie vorzugehen".

Der Aushang türkischer Fahnen sei Ausdruck der Verbundenheit. "Mit wem, wissen wir im Einzelfall nicht", hieß es in der Aussendung.

Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) hatte am Freitag in einem offenen Brief dazu aufgefordert, Häuser bzw. Balkone nicht mit türkischen Fahnen zu beflaggen. Kritik übten die Sozialdemokraten an den Aussagen des freiheitlichen Wohnstadtrats Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz: Ein Verbot oder hartes Durchgreifen, wie es der Wohnstadtrat poste, "lässt Sorgfalt und Diplomatie vermissen". "Möglicherweise wird hier das 'jetzt erst recht' Exempel verursacht", warnte die SPÖ-Stadtorganisation.

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