Erstellt am 14. April 2016, 03:04

von Philipp Grabner und Carina Pürer

Verschmutzung der Pitten: "Es reicht!". BH Neunkirchen sucht derzeit nach Ursache für den Schmutz in der Pitten - Rädler fühlt sich dennoch im Stich gelassen.

Bad Erlachs ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler ist verärgert: An einigen Stellen der Pitten kommt es zu Schaum- und Blasenbildung aufgrund von Einleitung giftiger Chemikalien. Er fordert rasches Eingreifen der Behörde.  |  NOEN, Foto: Wrede

Mehrere Monate ist es her, dass Bad Erlachs ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler die Behörden über die Verschmutzungen in der Pitten informierte.

Seit Ende letzten Jahres kommt es zur Bildung von schmutzigem Schaum – ein Zeichen dafür, dass das Wasser durch Chemikalien verunreinigt ist. Rädler fühlt sich von den zuständigen Behörden in dieser Sache im Stich gelassen: „Mehrfach habe ich aufgefordert, alle Maßnahmen zu ergreifen, um der Ursache endlich auf den Grund zu gehen. Angeblich wurden bei Wasseranalysen Waschmittel entdeckt, die die Schaumbildung verursachen. Konkret passiert ist bisher nichts.“

Rädler fordert rasches und entschlossenes Handeln 

Polizeiliche Ermittlungen würden inzwischen laufen, allerdings bislang ohne Ergebnis. Rädler: „Ich fordere jetzt endlich rasches und entschlossenes Handeln der Behörde. Eine intakte Natur – dazu gehört sauberes Wasser in der Pitten – ist für alle Anlieger-Gemeinden von höchster Wichtigkeit.“

Dass die Behörden, konkret die BH Neunkirchen untätig sei, weist man dort auf das Schärfste zurück. „Das lasse ich so nicht im Raum stehen, es passiert laufend etwas“, so Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz, „wann immer Schaumbildung aufgetreten ist, haben wir Proben gezogen, an einem Tag wurden sogar bis zu 20 Proben genommen.“

Mittlerweile habe man auch das Umweltbundesamt eingeschaltet. Die ganze Sache sei „dubios“, wie Grabner-Fritz meint: „Die tatsächliche Ursache haben wir noch nicht, zuerst haben wir in Richtung Waschmittel ermittelt, derzeit sieht es eher nach einer biologischen, natürlichen Ursache aus“, führt Grabner-Fritz weiter aus. Diese Analyse laufe noch, Ergebnisse werden für Ende dieser Woche erwartet.