Erstellt am 29. Juli 2016, 04:21

von Kristina Veraszto

Golfplatz Föhrenau: Anrainer verärgert. Beim Informationsgespräch über Golfresort und Baulanderweiterung zeigten sich Anrainer aufgebracht.

Symbolbild

Im Herbst soll noch mit dem Bau des Golfplatzes in Föhrenau begonnen werden. Die zukünftigen privaten Golfplatz-Besitzer Dieter Denk und Peter Aigner besitzen bereits einen positiven UVP-Bescheid und benötigen nur mehr die Umwidmung der Flächen, die durch die Gemeinde erfolgen muss. Im Sommer 2017 soll der Golfplatz fertig sein, damit in der zweiten Bauphase neue Viertelhäuser errichtet werden können.

Die Bürgerinitiative Föhrenau machten aber einem Informationsgespräch am Donnerstag ihrem Ärger Luft. Wichtige Dinge, die ihnen im Vorfeld versprochen worden sind, waren kein Thema mehr. Ursprünglich sollten die neuen Wohneinheiten nicht zu dicht an das bestehende Siedlungsgebiet angebaut werden, das aus lauter Einfamilienhäusern besteht.

„100 Prozent das Gegenteil, was vorher besprochen wurde“

Auch die Schließung der Querstraßen als Direktzufahrt zu den Viertelhäusern sollte erfolgen. „100 Prozent das Gegenteil, was vorher besprochen wurde“, ärgerte sich ein Anrainer. Eine andere Betroffene ist sich sicher, dass es ohnehin genug Baulandreserven gibt und eine zusätzliche Wohnsiedlung nicht nötig sei. Diese würden nur errichtet, damit der Golfplatz finanziert werden könne.

ÖVP-Bürgermeister Bernhard Karnthaler wies die schweren Vorwürfe zurück und versicherte, dass auch er einen größeren Abstand zwischen den alten und neuen Häusern will. Er versprach sechs Meter Abstand zwischen den beiden Siedlungen. Die vorhandenen Baulandreserven seien laut Karnthaler nicht verfügbar. Die Möglichkeit einzelne Querstraßen zu sperren, will der ÖVP-Ortschef sich offenlassen.

Nahversorger soll angesiedelt werden

Es bestünde sonst ein Anreiz dafür, dass jeder seine Querstraße für die Durchfahrt gesperrt haben möchte. Die Finanzierung des Golfplatzes erfolge unabhängig von der Errichtung der Viertelhäuser. Die Investitionskosten für den Golfplatz in er Höhe von 5,5 Millionen Euro würden Dieter Denk und Peter Aigner übernehmen.

Wichtig ist für Karnthaler, dass im Zuge der Baulanderweiterung auch ein Nahversorger angesiedelt wird. Die Initiative wäre inverstanden, wenn der Bürgermeister seine Versprechen einhalten würde. Einige Einfamilienhaus-Besitzer drohten ansonsten dem ÖVP-Bürgermeister mit einer Sammelklage, aufgrund der Wertminderung ihrer Grundstücke.