Erstellt am 02. Februar 2016, 04:53

von Mathias Schranz und Bettina Kreuter

Weiter Jagd auf Phantom. Wieder Einbrüche, diesmal im Bezirk Neunkirchen, Täter erbeutete dabei eine Schreckschusspistole. Polizei hofft nun auf Auswertung einer DNA-Spur.

 |  NOEN, Shutterstock/Sergey Mironov (Symbolbild)

Die Jagd auf das „Einbrecher-Phantom“ geht weiter. Wie von der NÖN berichtet, brach der Serieneinbrecher bisher in Fischau, Winzendorf und Weikersdorf ein, auch im Bezirk Neunkirchen war er danach aktiv. In der Vorwoche trieb er in Willendorf und Würflach sein Unwesen, bei einem Einbruch erbeutete er unter anderem eine Schreckschusspistole.

Trotz zahlreicher Schwerpunktaktionen der Polizei konnte dem Mann bisher nicht das Handwerk gelegt werden, eine detaillierte Täterbeschreibung oder ein Fahndungsfoto liegt bisher nicht vor. Allerdings wurden DNA-Spuren sichergestellt, die Polizei wartet nun auf deren Auswertung.

Eigene WhatsApp-Gruppe gegründet

Am Samstag wurde beim Bahnhof in Willendorf Kleidung gefunden, die dem Einbrecher gehört haben dürfte, auch sie wird derzeit untersucht. In der Bevölkerung in der Region ist die Verunsicherung groß. Der Winzendorfer Mario Rodler hat schon länger die Idee für eine WhatsApp-Gruppe „News für Winzendorfer“.

Jetzt setzte er sie in die Tat um: „Die Einbrüche gaben den letzten Anstoß. Wir wollen damit für einen schnellen Info-Austausch sorgen“, so Rodler. 95 Mitglieder sind hier bereits vernetzt – von Vertretern aus den Vereinen und der Gemeinde, aber auch Bürger und Opfer des flüchtigen Täters. UBL-Bürgermeisterin Ernestine Sochurek öffnete der Kriminalpolizei zwei leer stehende Gebäude – das Lagerhaus und das Wirtshaus beim Steinbruch.

Täter ist "sehr frech"

Nichts habe hier darauf hingedeutet, dass sich jemand eingerichtet habe. Sie wolle keine Vermutungen anstellen, aber: „Es ist immer wieder zu hören, dass der Täter sehr frech ist. Angeblich klopft er vorher an, um zu schauen, ob wer daheim ist“, so Sochurek. ÖVP-Bürgermeister Manfred Rottensteiner berichtet: „Der Einbrecher sucht gezielt nach kleinen Wertgegenständen wie Schmuck und Geld. Computer lässt er liegen.“

Übrings: Bei der Umfrage auf nön.at gaben 69 Prozent an, Angst vor Einbrechern zu haben.