Wiener Neustadt

Erstellt am 23. August 2016, 06:06

von Mathias Schranz

Insolvenz: Lösung für Wr. Neustädter Bad-Kantinen. Stefan Camus, Pächter der Kantinen im Akademiebad und Hallenbad, ist insolvent. Versorgung aber gesichert.

Vor Saisonbeginn im Akademiebad war noch alles eitel-wonne: Kantinen-Pächter Stefan Camus, FPÖ-Stadtrat Michael Schnedlitz und Markus Kopecky (IFP).  |  Schranz

Ein bisschen hatte es sich abgezeichnet: SPÖ-Stadträtin Lidwina Unger, öfters im Akademiebad, hatte in den letzten Tagen mehrere Beschwerden der Gäste über die Kantine entgegennehmen müssen. Mal habe es kein Eis gegeben, mal keinen Kaffee oder Süßigkeiten, auch mit dem Tagesteller gab es Unzufriedenheit.

Am Mittwoch war dann der Grund klar: Kantinen-Pächter Stefan Camus ist insolvent. Betroffen von der Insolvenz ist auch die Kantine im Hallenbad Aqua Nova, die Camus betreibt, genauso wie sein Bierpub „Krügerl“ in der Schulgasse.

Laut Masseverwalter Georg Schober soll das – funktionierende – „Krügerl“ saniert werden, aus dem Akademiebad wird sich Camus sofort zurückziehen, für das Aqua Nova wird eine geordnete Übergabe angestrebt. Zur Inolvenz hätten vor allem die beiden schlecht gehenden Badkantinen beigetragen.

Unger: Qualität der Dienstleistungen verärgerte Gäste

Das bestätigt man auch seitens der Stadt: So wird der Heurigen Wittmann aus Neudörfl die Kantine im Akademiebad bis zum Saisonende betreiben. Für das Hallenbad Aqua Nova ist die Versorgung derzeit mit Stefan Camus gesichert, gemeinsam sucht man jetzt nach einer Übergabe-Möglichkeit.

Kritik zu der „Causa Kantine“ kommt von SPÖ-Stadträtin Lidwina Unger: „Die Qualität der Dienstleistungen hatte schon in den letzten Monaten reihenweise die Badegäste verärgert.“ Nun zeige sich, wie richtig die Argumente der SPÖ für die Erhaltung einer stadteigenen Gastronomie aus Gründen der Nachhaltigkeit, der Zuverlässigkeit und der Qualität für die Kunden waren.

ÖVP-Gemeinderat Robert Pfisterer dazu: „Offensichtlich hat die Frau Stadträtin schon wieder vergessen, dass die frühere SPÖ-Stadtführung mit der stadteigenen Gastronomie-Schiene jährliche Verluste eingefahren hat und der Rechnungshof in seinem Bericht die sofortige Auflösung empfohlen hat.“