Wiener Neustadt

Erstellt am 02. August 2016, 05:00

von Josef Kleinrath

Beethovengasse: Aus für Privatparkplatz. Wegen der Landesausstellung 2019 streicht die Stadt den Privatparkplatz in der Innenstadt und schafft öffentliche Stellplätze nahe des geplanten Ausstellungszentrums.

Insgesamt befinden sich derzeit 49 Stellplätze für Autos auf dem Privatparkplatz in der Beethovengasse, direkt hinter dem ehemaligen Zielpunkt in der Wiener Neustädter Innenstadt.   |  Josef Kleinrath

Gut versteckt, aber bestens gelegen: So präsentiert sich der Privatparkplatz in der Beethovengasse. 49 private Stellplätze finden sich derzeit dort für Autos, vier weitere für Motorräder bzw. Mopeds. Teils sind diese Parkplätze seit Jahrzehnten privat vermietet, hauptsächlich von der Stadt an Mieter des angrenzenden städtischen Hochhauses am Ring.

Damit soll nun Schluss sein. SPÖ-Stadtrat Martin Weber wurde von Bewohnern diesbezüglich sorgenvoll kontaktiert. „Die Leute haben ihre Parkplätze dort zum Teil seit 46 Jahren gemietet“, schildert Weber, „andere seit 30 Jahren.“ Er fürchtet, dass diese Maßnahme für viele zu Problemen führen könnte: „Dieser Bau stammt ja noch aus einer Zeit, wo Stellplätze nicht verpflichtend vorgeschrieben waren.“

Dass es im Sinne der Landesausstellung nötig ist, nahe des Ausstellungszentrums Parkplätze zu schaffen, ist Martin Weber durchaus bewusst. Er schlägt nun vor, den Parkplatz nur temporär, also nur für die Zeit der Landesausstellung öffentlich nutzbar zu machen, und danach wieder als Privatparkplatz den jetzigen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Während der Zeit, wo die Stellplätze für die Landesausstellung genutzt werden, sollen den Mietern günstige Varianten etwa in der Tiefgarage angeboten werden.

 „Wir müssen auch nahe beim Ausstellungszentrum der Landesausstellung Parkplätze anbieten.“

ÖVP-Vizebürgermeister Christian Stocker 

Dass dieser Bereich bei der Beethovengasse neu gestaltet wird, bestätigte ÖVP-Vizebürgermeister Christian Stocker gegenüber der NÖN. Das sei jedenfalls für die Landesausstellung nötig, schließlich würden sich ja die Kasematten und das geplante Ausstellungszentrum direkt in der Nähe befinden. „Wir schauen zwar, dass wir viele Parkplätze am Stadtrand haben und die Gäste mit Shuttlebussen zu den Ausstellungsorten bringen, aber wir müssen vor Ort den Individualgästen auch Parkmöglichkeiten anbieten.“ Und dafür sei gerade dieser Platz prädestiniert.

Geplant ist jedenfalls, dass den derzeitigen Mietern Alternativen etwa in der Theatergarage angeboten werden. Wobei Stocker eines schon betont: „Es wird wohl teurer werden, schließlich handelt es sich ja um Garagenplätze.“

Offen ist noch, was mit diesen Parkplätzen nach der Landesausstellung passieren wird. Stocker: „Es ist derzeit noch nicht entschieden, ob wir dort dann weiterhin Kurzparkplätze anbieten, oder ob das wieder Dauerparkplätze werden.“