Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:57

von Mathias Schranz

Bub wurde in Bustür eingezwickt: Anzeige. Mutter über Verhalten von Busfahrer empört, sie erstattete Anzeige. Sachverhaltsdarstellung von den Stadtwerken.

Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Eckhart: »Busfahrer sind geschult.«  |  NOEN, Franz Baldauf

Turbulente Szenen sollen sich vor wenigen Tagen vor der Volksschule Pestalozzi im Zehnerviertel zugetragen haben: Laut einer Mutter wurde der Arm ihres 6-jährigen Sohnes in der Bustür eingezwickt – der Busfahrer soll sich während des Vorfalls nicht von seiner besten Seite gezeigt haben.

Passiert ist der Zwischenfall kurz vor 13 Uhr, vor der Heimfahrt des Schülers. Der 6-Jährige stieg laut der Mutter – sie war bei dem Vorfall nicht anwesend – hinten ein, dabei wurde ein Arm von der Schiebetür eingezwickt. Daraufhin soll es zu den turbulenten Szenen gekommen sein, „die Tür wurde nicht geöffnet, der Busfahrer soll gesagt haben, ‚ist mir scheiß egal“, so Mutter Barbara Klaue. „Erst nach dem Eingreifen anderer Eltern wurde die Bustüre geöffnet. Was mich erschüttert ist, dass der Fahrer meinen Sohn nicht einmal gefragt hat, wie es ihm geht.“

 Busfahrer sollen ruhig und besonnen reagieren

Die Verletzungen waren mit blauen Flecken zwar nicht schwer, trotzdem wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. „Ich erwarte mir zumindest eine Entschuldigung. Mein Sohn war komplett fertig, hat auch noch Stunden später geweint.“

Bei den Stadtwerken ist man dem Fall bereits auf den Grund gegangen, sagt WNSKS-Geschäftsführer Peter Eckhart auf Anfrage der NÖN. Details zu den Aussagen des Busfahrers könne er aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht sagen, bei der Polizei wurde eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

„Generell sind die Busfahrer geschult, in solchen Situationen ruhig und besonnen zu reagieren“, so Eckhart. Technisch gesehen würden die Türen der Busse bei geringstem Widerstand aufgehen, dabei sei auch keine Weiterfahrt möglich, „das kann der Fahrer gar nicht beeinflussen“, so Eckhart.