Erstellt am 23. Juni 2016, 14:23

von APA Red

Schwarze Rose und SMS: Vize-Stadtchef bedroht. Verdächtiger schickte Mitteilungen via Handy und hinterließ eine schwarze Rose im Rathausbüro. Landesamt Verfassungsschutz ermittelt.

Michael Schnedlitz (FPÖ Wiener Neustadt). Foto: Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf

Der Wiener Neustädter Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz (FPÖ) ist unter anderem via Handy-Nachrichten bedroht worden. Das Landesamt für Verfassungsschutz hat Ermittlungen eingeleitet, sagte dessen Leiter Roland Scherscher auf Anfrage.

Der Politiker erstattete am Dienstag Anzeige. Es gebe einen Verdächtigen, bestätigte Scherscher einen "Heute"-Bericht (Donnerstag-Ausgabe).

"Deine visage verschönern mit meiner Faust"

Der Freiheitliche teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass ein Mann im Rathausbüro war und "eine - wie in einer Parte - mit schwarzem Lack besprühte Rose mit den Worten: 'für Schnedlitz, der weiß was das bedeutet'" hinterlegen ließ.

Der Vizestadtchef bat um Verständnis, dass es Termine mit ihm in den nächsten Tagen nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung gebe.

Schnedlitz werde seit Wochen gestalkt, nach Erhalt der letzten beiden Nachrichten sei der Bürgermeister-Stellvertreter zur Polizei gegangen, berichtete die Gratiszeitung. In den Mitteilungen war demnach unter anderem zu lesen: "deine visage verschönern mit meiner Faust" und "Ich werde niemals aufhören Nazis zu töten ;-)". Außerdem drohte der Absender laut dem Bericht damit, das Haus von Schnedlitz anzuzünden.