Wiener Neustadt

Erstellt am 09. August 2016, 05:47

von Josef Kleinrath

Hochzeitsreise mit doppeltem Flüge-Pech. An- und Heimreise in die Flitterwochen auf den Malediven wurden für Agnete und Stefan Koloszar zum Chaos.

Ließen sich die Laune trotz der Pannen nicht verderben: Agnete und Stefan Koloszar mit dem Selfie beim Warten aufs Weiterfliegen.  |  zVg

Gerade erst haben der Handball-Star Agnete, sie hat im Sommer ihre Karriere beendet, und Handball-Obmann Stefan Koloszar geheiratet, dann ging es ab in die Flitterwochen. Das Traumziel: Die Malediven.

Aber schon die Anreise sollte beschwerlich werden. Bis Dubai war alles in Ordnung, aber von Dubai auf die Malediven ging’s dann los. „Etwa eine Stunde vor der Landung hat der Pilot durchgesagt, dass sich Rauch in der Galerie befindet“, erinnert sich Stefan Koloszar. Deshalb ging der Flieger in Mumbai in Indien runter. Stundenlanges Warten im Flieger, dann raus, alle Sicherheitschecks durchlaufen. Mit rund sieben Stunden Verspätung ging es dann – im gleichen Flieger – weiter auf die Malediven.

Die Zeit dort verlief wundervoll, schildert das Hochzeitspaar: „Die Malediven sind einfach wunderschön, ich kann sie nur jedem ans Herz legen.“ Wie immer verging die Zeit dort wie im Flug – und schon stand die Heimreise an. Beim Start gab es die ersten Probleme. „Wegen eines Antennen-Schadens sind wir mit einer Stunde Verspätung abgehoben“, kann Koloszar jetzt schon wieder schmunzeln. Etwa eine halbe Stunde vor der Landung habe der Pilot plötzlich einen Befehl durchgegeben, woraufhin die Flugbegleiter alle Notausgänge besetzten.

Über zehn Stunden Warten im Flieger

„Wir wurden informiert, dass der Flughafen in Dubai gesperrt sei und wir auf einem anderen in Dubai landen müssen“, berichtet Koloszar weiter. Erst später erfuhren die Passagiere, dass der Flughafen Dubai wegen eines brennenden Fliegers nicht angeflogen werden konnte.

Nach über sieben Stunden wurden Passagiere rausgeholt, deren Reiseziel Dubai war. Die Passagiere auf Durchreise, wie die Koloszars, wurden erst gegen Mitternacht, nach über zehn Stunden, mit Bussen zum noch gesperrten Flughafen gebracht.

Strahlendes Eheglück: Stefan und Agnete Koloszar  |  zVg

Dort hieß es Schlange stehen: Mit 6.000 Leuten zum Umbuchen. „Da hat es geholfen, dass meine Frau Kreisläuferin im Handball war, das haben wir ausgenutzt“, lacht Koloszar, „aber da haben sich Dramen abgespielt für Personen und Gruppen, die etwa nach Kambodscha wollten. Denen wurde gesagt, dass sie in einer Woche wieder einen Flug bekommen.“ Stefan und Agnete Koloszar bekamen einen Flug am nächsten Tag und auch Hotelgutscheine. Da war es vier Uhr morgens.

Ein Emirates-Mitarbeiter nahm ihnen aber jede Hoffnung: „Es gibt 7.000 Zimmer, aber 500.000 gestrandete Menschen.“ Also machten sich die beiden auf zum Gate, wo sie mit den Emirates-Decken aus dem Flieger versuchten, ein wenig Schlaf zu bekommen.

Wobei zuvor der Sicherheitscheck auch noch zum Spießrutenlauf wurde. Koloszar: „Ich war im Touristen-Outfit mit Flip-Flops und Zehn-Tages-Bart offenbar so verdächtig, dass ich auch noch zum Drogentest musste.“ Was für die beiden dennoch bleibt: Eine Traumhochzeit samt unvergesslicher Hochzeitsreise als Start ins gemeinsame Eheleben.