Wiener Neustadt

Erstellt am 23. Mai 2017, 03:43

von NÖN Redaktion

Fraßspur durch Stadt: Raupen fressen Sträucher kahl. Raupen der Gespinstmotte breiten sich derzeit in der Stadt aus. Tiere für Menschen ungefährlich.

Für viele ein ekliger Anblick: Die Raupen der Gespinstmotte.  |  Schranz

Nicht nur in sozialen Medien sorgen Fotos von eingesponnenen Büschen für Aufregung. Auch bei der Stadtgartenverwaltung liefen die Telefone heiß – bis zu 20 Anrufe gab es pro Tag. Grund dafür ist die „Gespinstmotte“, die sich derzeit über Sträucher und Büsche hermacht. In Gärten, aber auch auf öffentlichen Plätzen wie in der Schmuckerau. Die Gespinstmotte ist ein kleiner Falter, der im Herbst seine Eier an Zweigen von Sträuchern, vorwiegend Pfaffenhütchen, Traubenkirschen, aber auch Schleh- und Kreuzdorn, ablegt.

So sehen hunderte Sträucher in der Stadt aus, hier wurde in der Schmuckerau ein Strauch eingesponnen und kahl gefressen.  |  Schranz

Nach der Überwinterung schlüpfen Raupen, welche mit großem Appetit über die frischen Blätter und Zweige herfallen und sich zum Schutz gegen Fressfeinde auf den Zweigen der Wirtspflanzen dicht „einspinnen“. Nach der Verpuppung schlüpfen dann kleine Falter und legen wiederum Eier ab. Diese Falter bilden glücklicherweise nur eine Generation pro Jahr aus. Nach dem Verlassen der Wirtspflanzen können sich diese meist noch erholen und frisch austreiben.

Selten werden dieselben Wirtspflanzen mehrere Jahre hindurch aufgesucht, sodass der Falter seine Nahrungsgrundlage nicht vernichtet. Für den Menschen ist die Gespinstmotte völlig ungefährlich. Falls man dieses Kleininsekt in seinem Hausgarten bekämpfen möchte, stehen biologische Pflanzenschutzmittel zur Verfügung, welche im übrigen auch gut gegen den Buchsbaumzünsler wirken.