Wiener Neustadt

Erstellt am 18. Juli 2017, 05:30

von Mathias Schranz

Katzen im Müllsack. Spaziergänger fand Katzenbabys in einem Müllsack. Zahl der ausgesetzten Tiere geht laut Tierheim nicht zurück.

Dieses Katzenbaby wurde mit zwei Geschwistern in einen Müllsack gestopft.  |  NOEN, Schranz

Die gute Nachricht: Zu Beginn der Urlaubzeit hatte das Tierheim heuer keinen Anstieg an ausgesetzten Tieren zu verzeichnen. Die schlechte Nachricht: „Die Tiere werden eigentlich das ganze Jahr über ausgesetzt“, beklagt Tierheim-Leiterin Renate Wolfger. Ein trauriges Beispiel ist „Evi“: Die dreijährige Katzendame wurde in Steinabrückl samt Transportbox einfach vor der Tür eines Hauses abgestellt.

Schlimmer erwischte es drei Katzenbabys, die ein Spaziergänger beim Fohlenhof fand. „Die Tiere waren dort in einen schwarzen Müllsack gestopft - und das bei den Temperaturen. Der Spaziergänger hat zuerst geglaubt, es handelt sich um Müll, bis sich der Sack bewegt hat“, sagt Wolfger. Die Samtpfoten haben zwar überlebt, sind derzeit aber auf der Krankenstation des Heims, „sie haben Durchfall, das müssen wir behandeln. Aber das wird schon“, meint die Tierschutzhausleiterin.

Auch in der Nähe des „Reifen Riz“ in der Wiener Straße wurden kürzlich zwei ausgesetzte Katzenbabys gefunden, die jetzt auf einen neuen Besitzer warten. Allesamt keine Einzelfälle, wie Renate Wolfger weiß. Die Verpflegung der Tiere kostet den Verein eine Menge Geld, für Einnahmen sorgt unter anderem der Heurige: Er findet von 28. bis 30. Juli (Freitag ab 18 Uhr, Samstag ab 11 Uhr und Sonntag von 10 bis 14 Uhr) beim Tierschutzhaus an der B54 statt. Der Reinerlös kommt den Tieren zugute.