Wiener Neustadt

Update am 09. August 2016, 03:20

von Josef Kleinrath

Krebspezialist hört auf - Königsberg geht. Nächster Aderlass für die neue Onkologie-Abteilung im Spital: Nach Primar Köstler geht auch sein Vertreter.

Robert Königsberg.  |  Foto Wilke

Vor knapp zwei Jahren war mit Wolfgang Köstler ein Spitzenmann in der Krebsmedizin als Primar an das Landesklinikum Wiener Neustadt geholt worden – er sollte mit der neu geschaffenen Onkologie-Abteilung Wiener Neustadt an die europäische Spitze in Sachen Medizin heranführen.

Köstler hat dann im Vorjahr mit Robert Königsberg eine ausgewiesene Koryphäe in Sachen Krebsbehandlung vom Wiener SMZ-Süd (früher Kaiser Franz Josef Spital), einem Spital des Wiener Krankenanstaltenverbundes, an diese Abteilung nach Wiener Neustadt geholt. Als es zwischen der Landeskliniken-Holding und Köstler im Frühjahr dieses Jahres zur Auflösung des Vertrages mit dem Primar kam, wurde Robert Königsberg als Köstlers Stellvertreter mit der Leitung der Abteilung betraut.

Mittlerweile war die Primariatsstelle für die Onkologische Abteilung von der Landeskliniken-Holding ausgeschrieben worden. Unter den Bewerbern fanden sich, wie berichtet, auch die zwei Ärzte der Abteilung, Stefan Wöhrer und eben Königsberg. Die Entscheidung nach den Hearings fiel allerdings auf eine Bewerberin von außen: Auf Birgit Grünberger, die Leiterin einer onkologischen Tagesklinik der Barmherzigen Brüder in Wien.

Gegenüber der NÖN bestätigt Robert Königsberg: „Ja, ich habe aus freien Stücken gekündigt, weil ich von einer anderen Institution ein attraktives Angebot erhalten habe.“ Er bedauert, dass seine Bewerbung für die Stelle des Primars „nicht funktioniert“ habe. Allerdings hat er unmittelbar nach dem Hearing drei überaus interessante Angebote erhalten. Eines davon wird er nun auch annehmen. Königsberg wird mit Ende September das Landesklinikum Wiener Neustadt verlassen.