Wiener Neustadt

Erstellt am 13. Februar 2018, 05:50

von Brigitte Steinbock

Mann zückte im Rausch Gaspistole. Lokal-Gast (41) bedrohte Gruppe mit einer Gaspistole.

Gaspistole Symbolbild  |  kubicka/Shutterstock.com

Vierfache gefährliche Drohung lautete die Anklage, weil ein 41-Jähriger vor dem Lokal „Hühnerstall“ im Oktober mit einer Gaspistole vier Menschen bedroht haben soll.

Der Angeklagte bekannte sich „teilweise schuldig“ und gab an, dass er zuvor zwei Flaschen Wodka getrunken hatte. Beim Rausgehen wollte er aus dem Auto seine Jacke und die Schlüssel holen, um dann mit dem Taxi heimzufahre.

"Marschiert’s, sonst passiert was"

„Ich hab‘ dort ein Mädel angemacht, ihr Freund war dabei und der ging mich gleich an. Ein paar Männer kamen hinter ihm her und ich hatte Angst, dass die mich schlagen. Ich griff ins Handschuhfach, nahm die Pistole heraus und sagte: Marschiert’s, sonst passiert was.“ Dann sei er ins Auto gestiegen und weggefahren, kam aber nicht, weil er von der Polizei aufgehalten wurde. Die Pistole sei deshalb im Wagen gewesen, weil er am Vormittag Schwammerl suchen war und es in der Gegend Wildschweine gibt.

„Ich habe niemanden mit der Pistole bedroht, sondern sie nur nach unten gerichtet.“ Das sahen sowohl der Türsteher als auch das bedrohte Mädchen anders. Beide gaben an, dass der Mann die Pistole auf die Gruppe gerichtet hatte. Das Urteil: Fünf Monate bedingt – nicht rechtskräftig.