Erstellt am 24. Juni 2016, 10:37

Nasse Ausbildung für die Militärgymnasiasten. Am 2. Juni stattete der 50. Jahrgang des Militärrealgymnasiums den Melker Pionieren einen Besuch ab. Das Pionierbataillon 3 (PiB3) der 3. Panzergrenadierbrigade ist auch die militärische Heimat der neuen Donauflottille des Bundesheeres. Vor sechs Wochen übergab der Bundesminister 12 neue Sturm- und Flachwasserboote an das PiB 3 in Melk.

MilRG

Mit ihren Klassen fuhren die Klassenvorstände Mag. Serge Claus und Mag. Rudolf Sternberger zum Truppenbesuch, der dankenswertester Weise von ADir Christian Pajer, Vater einer Militärgymnasiastin, organisiert wurde.

Empfangen wurden sie vom stellvertretenden Kommandanten PiB3, Major Michael Fuchs, selbst MilRG-Abvolventen, der die Militärgymnasiasten briefte: Die 1912 errichtete Biragokaserne in Melk ist bereits seit dem Jahre 1913 Standort verschiedenster Pionierverbände, das Bataillon kann auf eine über 50-jährige, traditionsreiche Geschichte im gesamten Donauraum zurückblicken.

Die Melker Pioniere werden immer wieder zu Hilfeleistungen und Katastropheneinsätzen in Niederösterreich oder bei größeren Katastrophenereignissen, im gesamten Bundesgebiet eingesetzt und haben dabei immer wieder ihre Professionalität unter Beweis gestellt und sie konnten oftmals durch ihr beherztes Eingreifen hohen volkswirtschaftlichen Schaden abwenden. Neben Katastropheneinsätzen und Unterstützungsleistungen im Inland liegt beim Pionierbataillon 3 auch die Kompetenz im Feldlagerbau. Dies wurde unter anderem beim Auslandseinsatz des Bundesheeres im Tschad unter Beweis gestellt.

Im Anschluss fuhren die Schülerinnen und Schüler mit Olt Andreas Edlinger, ebenfalls Absolvent des Schulbataillons, zum Wasserübungsplatz am Donauufer, dieser bietet jährlich die optimalen Voraussetzungen für die Ausbildung und Vorbereitung der 750 Grundwehrdiener in die schwierigen Aufgaben des Pionierdienstes.

„Wasserbeweglichkeit am Wasser und unter Wasser muss garantiert werden, dafür gibt es einen Pionier-Tauchkurs“, erklärte Wachtmeister Schwediauer, Kommandant der Arbeitssturmbootgruppe, „das neue Sturmboot, das einen 300 PS starken Dieselmotor hat, erreicht eine Fahrgeschwindigkeit von rund 65 km/h. In einem Boot können bis zu zehn Personen transportiert werden. Zusätzlich sind die Boote mit einem Breitbandradar, GPS, einen Echolot und Suchscheinwerfern ausgestattet. Damit sind wir auch in der Nacht einsatzfähig.“ Beim Austesten der Boote wurden manche Militärgymnasiasten nass.

Nach dem Mittagessen zeigte Leutnant Georg Peirl das schwere Gerät und den Fuhrpark des PiB 3: Neu im Fuhrpark befinden sich die überschweren MAN TGS 41.480 8×8 Lastkraftwagen sowie das „Minenräumsystem leicht“ MV-4 von DOK-IN.

Mit diesen vielen Informationen und Eindrücken öffnete sich für manche Militärgymnasiasten eine neue Zukunftsmöglichkeit.