Wiener Neustadt

Erstellt am 12. Juli 2016, 04:30

von NÖN Redaktion

Neue Werbekampagne: Radlobby unterstützt Innenstadt. „Radfahrer lassen die Kasse lauter klingeln als Autofahrer“, sind die Vertreter der Radlobby überzeugt.

Silvia Gärtner vom Weltladen und Hannes Höller von der Radlobby präsentieren die neue Werbekampagne „Jeder Tag ist Einkaufstag“ für die Neustädter Innenstadt.  |  Karl Zauner / Radlobby

Mit dem Slogan „Donnerstag ist Einkaufs-Nachmittag in der Innenstadt“ bewirbt die Stadt aktuell den neuen gebührenfreien Donnerstagnachmittag in der Neustädter City.

Weil sich diese Kampagne in erster Linie an die Autofahrer richtet, hat die Radlobby quasi eine Zusatz-Kampagne gestartet. Und zwar an die Radfahrer gerichtet, die die ideale Zielgruppe für die Innenstadt-Bewerbung sei. „Für Radfahrende ist jeder Tag Einkaufstag, nicht nur ein halber Tag pro Woche. Ihr Parkplatz ist rund um die Uhr gratis und direkt vor dem Geschäft.

Die Parkplatzsuche fällt weg, der Stress mit dem ablaufenden Parkticket ebenso. Finstere Parkgaragen sind auch kein Thema. Das Potential an radfahrenden Kundinnen und Kunden ist in Wiener Neustadt sehr groß. Genau deshalb unterstützen wir die Innenstadt mit unserer Kampagne“, so Hannes Höller von der Radlobby.

„Radfahrer lassen Kasse klingeln“

Dass Radfahrende den innerstädtischen Einzelhandel am besten beleben, sei auch durch Studien belegt, so Höller. Im Gegensatz zu autofahrenden Kundinnen und Kunden kämen sie mehrmals pro Woche einkaufen und würden sich länger in den Geschäften aufhalten. Insgesamt würden sie auch mehr Geld ausgeben.

„Gerade bei den vielen Fachgeschäften der Innenstadt, die auf persönliche Beratung und Betreuung setzen, kommt ein weiterer entscheidender Wettbewerbsvorteil hinzu: Radfahrer sind für Aktionen und Werbemaßnahmen empfänglicher und zu ihnen können besser langfristige Bindungen aufgebaut werden“, ist Höller überzeugt.

Wichtig wäre dazu die Umsetzung eines 3-Punkte-Programms für die Radinfrastruktur, damit vielen der Umstieg aufs Rad leichter fallen würde:

  • radfreundliche An- und Abfahrtswege in die Innenstadt: Lückenschlüsse und Optimierung im Radnetz, vorgezogene Haltebereiche an Kreuzungen, Öffnung von Einbahnen
  • mehr Radabstellanlagen in der Innenstadt
  • Ausweitung der 24-Stunden-Radfahrerlaubnis auf alle Fußgängerzonen.

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