Wiener Neustadt

Update am 05. Juli 2017, 15:55

von Mathias Schranz

Soldat stirbt bei Fallschirmsprung. Drama am Mittwochvormittag in Wiener Neustadt: Ein Soldat der deutschen Bundeswehr kam bei einer Übung des Jagdkommandos beim Föhrenwald ums Leben.

Symbolbild  |  Franz Baldauf

Das Jagdkommando hatte am Vormittag eine Fallschirmsprung-Übung abgehalten. Nach einem Sprung aus dem Hubschrauber kam es zur Tragödie, der Bundeswehr-Soldat, er war als Ausbildner zu Gast beim Jagdkommando, verunglückte bei der Landung.

Was genau passiert ist, ist laut Ministerium noch nicht klar; bis zur Landung sei der Sprung optimal verlaufen. Der Fall wird derzeit untersucht.

Das Bundesheer bekundete den Hinterbliebenen seine aufrichtige Anteilnahme. Die Angehörigen konnten erst jetzt verständigt werden, hieß es am Nachmittag in einer Aussendung des Ministeriums.

Oberst: War ein "erfahrener Fallschirmspringer"

Der tödlich verunglückte Soldat war Trainer und ein "erfahrener Fallschirmspringer", sagte Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium auf Anfrage. Beim Sprung selbst habe es keine Probleme gegeben, beim Landeanflug dürfte es zum Unfall gekommen sein.

Der Deutsche war gemeinsam mit einem weiteren Bundeswehr-Soldaten des Ausbildungsstützpunktes Luftlande/Lufttransport in Altenstadt (Oberbayern) als Sprunglehrer bei einer derzeit laufenden Fallschirmsprungausbildung des Jagdkommandos im Einsatz. Er habe als sogenannter Absetzer fungiert, der andere aus dem Bundesheer-Hubschrauber Typ Agusta Bell 212 hinausließ, und sei als letzter der Fallschirmspringer aus 1.500 Metern Höhe gesprungen. Der Soldat dürfte sich durch die harte Landung tödliche Verletzungen zugezogen haben, hieß es.

Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Den Unfallhergang soll eine Flugunfallkommission klären. Über das Alter des Soldaten gebe es aufgrund von Vorgaben der Bundeswehr keine Angaben, hieß es vom Verteidigungsministerium.