Erstellt am 27. Juni 2016, 14:30

von RED

Tag der offenen Tür in den „Kasematten“ . Am 25. und 26. Juni fanden in den Wiener Neustädter „Kasematten“ zwei Tage der offenen Tür statt.

noen, Schranz

Mehr als 4.000 Besucherinnen und Besucher konnten sich über die Geschichte des bauhistorischen Juwels im Stadtpark informierten und gleichzeitig einen Ausblick auf die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 erhalten, bei der die „Kasematten“ einen ganz wichtigen Teil darstellen werden.

„Mit einem derartigen Ansturm haben wir nicht gerechnet, das war wirklich sensationell! Es freut mich sehr, dass die Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter unser Angebot angenommen und sich so zahlreich beteiligt haben. Jetzt gilt es, diesen Schwung in die weiteren Vorbereitungsarbeiten für die Landeausstellung mitzunehmen. Denn für uns ist es ganz wichtig, dass die Menschen dieses Jahrhundert-Projekt mittragen und mitgestalten. Dieses große Interesse zeigt, dass die Landesausstellung ein Projekt der Wiener Neustädter geworden ist“, so Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger.

Im Rahmen der Tage der offenen Türe erfuhren die Besucher von Kulturstadtrat Franz Piribauer, MSc und Christoph Vielhaber, dem Projektkoordinator für die Landesausstellung, wichtige Details zu den weiteren Plänen bis 2019.

Piribauer und Vielhaber verwiesen auf die Einbindung der gesamten Region und skizzierten, wie in den derzeit laufenden Workshops Ideen geboren und Projekte angedacht werden, die dann in die weitere Realisierung einfließen sollen. Gleichzeitig war natürlich auch wieder der „gelbe Postkasten“ in den „Kasematten“ vor Ort. Dieser bietet allen die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen, Wünsche oder Vorschläge für die Landesausstellung 2019 einzubringen.

Neben den Informationen zur Landesausstellung selbst gab es natürlich Führungen durch die „Kasematten“, die von einem profunden Team rund um Stadtbaudirektor DI Manfred Korzil und Mag. Eveline Klein, der Leiterin des Stadtmuseums, durchgeführt wurden.

Dabei erfuhren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes zur Geschichte der „Kasematten“ genauso wie mögliche Sanierungs- und Revitalisierungspläne in Blickrichtung Landesausstellung, bei der das bauhistorische Juwel ja ein ganz wesentlicher Teil sein wird.

Zu den „Kasematten“ (ital. casamatta – Wallgewölbe)

Wiener Neustadt zählte im Mittelalter zu den am stärksten befestigten Städten Europas. Die wehrhafte Anlage mit einer turmbewehrten Stadtmauer, vier Stadttoren und einem vor-gelagerten Wassergraben schützte die Menschen.

Ein umlaufender Bereich, der Zwinger zwischen der Stadtmauer und der niedrigeren Zwingermauer, bot zusätzlichen Schutz. Mit den nach 1531 errichteten Kasematten, einer 2.700 m² großen, überwölbten Anlage an der südlichen Stadtmauer, ließ König Ferdinand I. die gewaltige Befestigung weiter ausbauen.

Die gut erhaltenen Baustufen vom 13. bis zum 19. Jahrhundert machen die Kasematten von Wiener Neustadt zu einer kulturhistorischen Besonderheit von europäischem Rang. Die Festung im Stadtpark wird im Zentrum der Landesausstellung 2019 stehen.