Wiener Neustadt

Erstellt am 17. Juli 2017, 09:18

von Mathias Schranz

Wirbel um Jugendtreff: Magistrat untersagt Nutzung. In der ehemaligen Schlecker-Filiale soll ein Jugendraum entstehen, das Projekt liegt derzeit allerdings auf Eis.

Die ehemalige Schlecker-Filiale in der Fliegergasse. Derzeit gibt es dort vom Magistrat eine Nutzungs-Untersagung.  |  NOEN, Schranz

Die Räumlichkeiten werden schon lange nicht mehr genutzt: Seit der Mega-Pleite der Drogeriekette „Schlecker“ ist die ehemalige Filiale in der Fliegergasse leer. Das soll sich ändern, geplant ist ein Jugendraum. Verantwortlich dafür ist Fevzi Demir, Mitglied des türkischen Vereins Havas, der mit seinem mehrstöckigen Gebetshaus in der Badener Straße für Aufsehen sorgte.

Jugendraum "für alle"

Fevzi Demir: „Soll Jugendraum für alle Jugendlichen sein.“  |  NOEN, Baldauf

Wobei er im Gespräch mit der NÖN betont: „Das hat mit dem Verein nichts zu tun, ich habe die Immobilie privat gekauft.“ In der ehemaligen Schlecker-Filiale soll ein Jugendraum entstehen, „nicht nur für Jugendliche mit türkischem Hintergrund, sondern für alle“, meint er. Vorgesehen seien neben Sitzmöglichkeiten auch Darts oder Billard, „an den Wochenenden soll Jugendlichen mit Problemen bei der Hausübung geholfen werden“, sagt Fevzi Demir.

Derzeit ruht sein Projekt allerdings. Denn das Vorhaben hat sich auch in der Nachbarschaft herumgesprochen, daraufhin kontrollierte der Magistrat. „Bei einer durchgeführten baupolizeilichen Überprüfung wurde festgestellt, dass die in einem ehemaligen Geschäftslokal als ‚Verkaufslokal‘ gewidmeten Räume konsenslos umgebaut wurden. Da es hierfür keine Genehmigung gibt, wird die Nutzung untersagt“, heißt es auf NÖN-Anfrage aus dem dem Rathaus.

Fevzi Demir meint dazu, dass man nur nicht die richtigen Pläne eingereicht habe, das werde aber nachgeholt, das Projekt Jugendraum deswegen auch weiterverfolgt, einen Zeitplan gäbe es für ihn nicht: „Vielleicht eröffnen wir in einem, vielleicht in drei Monaten. Wir haben keinen Termin fixiert.“

Weiterer Fall in der Fliegergasse

Einen ähnlichen Fall gibt es derzeit nur einen Steinwurf von der Fliegergasse entfernt: In der Wöllersdorferstraße wollte sich in der ehemaligen Bäckerei ein albanischer Verein niederlassen. „Auch in diesem Fall war es so, dass es für Zubauten keine baubehördliche Genehmigung gibt. Daher wurde auch hier seitens der Behörde eingeschritten und das Bauvorhaben untersagt“, heißt es seitens des Magistrats.