Erstellt am 21. Juni 2016, 06:00

von Mathias Schranz

"Wollen keine Öffnung!". Anrainer-Protest: Im Zuge des neuen Verkehrskonzepts Am Kleinen Lazarett soll die Heinrich Heine Gasse geöffnet werden. Die Anwohner treten jetzt massiv gegen diesen Plan auf.

Die Anrainer der Heinrich Heine Gasse wollen, dass die Beton-Sperre bleibt. Sie befürchten mit der Öffnung der Straße eine massive Verkehrsbelastung.  |  NOEN, Schranz

Die Emotionen sind geladen, die Worte hart: Vom „Beschiss“ bis hin zu „Wir sind über den Tisch gezogen worden“ reicht die Palette.

Auslöser dafür ist das Verkehrskonzept, das – nach einer Abstimmung der Bewohner im Viertel – kommen soll. Das sieht unter anderem vor, dass die Betonsperre in der Heinrich Heine Gasse entfernt wird.

Deren Bewohner und die der umliegenden Gassen befürchten dadurch eine massive Verkehrsbelastung. „Wir sind von den anderen überstimmt worden. Die in der neuen Siedlung sind so viele, wir nur wenige – über uns wird einfach drübergefahren“, sagen sie.

Zwar soll aus der Heinrich Heine Gasse eine Wohnstraße werden, „aber die Autos werden trotzdem kommen, das kontrolliert ja keiner“, befürchten sie.

Die Sorge besteht auch, dass es in Richtung Nestroystraße zu massiven Staus kommen wird, denn abbiegen sei aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in der Nestroystraße ein Geduldsspiel. Und: Die ursprüngliche Variante komme gar nicht, weil jetzt die Sperre in der Festenberggasse doch bleiben würde.

Sie glauben zudem: „Befindlichkeiten in der Siedlung von Gemeindepolitikern und Magistratsbeamten werden erfüllt, unsere aber nicht.“ Allerdings sehen sie den Hauptfehler des „Verkehrs-Murkses“ auch in der Vergangenheit – denn für die neue Siedlung Am Kleinen Lazarett wurde im Vorfeld kein Verkehrskonzept geplant.

ÖVP-Baustadtrat Franz Dinhobl versteht die Sorgen der Anrainer zwar, allerdings werde es ohne die Öffnung der Heinrich Heine Gasse nicht gehen, der Ziel- und Quellverkehr werde nicht zu verhindern sein. Die Festenberggasse bleibe zu, weil man sonst Abkürzer durch die Siedlung von der Neudörfler Straße aus befürchtet.

Allerdings will er mit den betroffenen Anrainern nochmals das Gespräch suchen, um zumindest kleinere Entschärfungen für die Betroffenen auszuarbeiten.